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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Banken und ähnliche Kredit-Anstalten.

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Vielleicht liesse, durch das Ergebniss dieser Tafel, die Annahme sich recht-fertigen, dass in Deutschland (ohne Oesterreich und die Deutschen Landes-theile von Dänemark und Holland) gegenwärtig auf 1 Kopf der Bevölke-rung: von den im Inlande aufgegebenen Briefen 3,5, von allen Briefen dagegen,deren Absender oder Empfänger in diesen Gebieten wohnen, 4,5 Stück, durch-schnittlich fallen. Diese Postgebiete besassen Ende 1852: 33,380000 Bewohnerund würden hiernach, von den nur im In lande aufgegebenen Briefen jährlichetwa 117,000000, von allen ihnen angehörigen Briefen aber etwa 150,000000Stück, durch ihre Postanstalten bewegt haben. Wenn ein, dem KopfantheileFrankreichs gleicher Satz erreicht sein wird (5,3), so beträgt die Zahl der jenenPostgebieten Deutsclands angehörigen Briefe, etwa 177,000000; haben wir abereinst die Briefregsamkeit Englands erreicht (14,4 auf 1 Kopf), so wird unserejährliche Briefbewegung ungefähr 480,500000 Stück betragen.

hh. Banken und ähnliche Anstalten für den Kredit in Deutschland und denübrigen Europäischen Staaten; auch in den Ver. Staaten von Nordamerika.

Literatur: In Deutscher Sprache sind aus neuester Zeit nur sehr wenige selbstständigeWerke über das Bankwesen im Allgemeinen erwähnenswerth. Dahin gehört Fellers Uebersetzungder (dem jetzigen Könige von Schweden zugeschriebenen) Abhandlung über die Banken, Leipzig1843; Schindler, Die Association der Geldkräfte, Wien 1852, von Sachkunde und Geist zeu-gend; Die Banken, von Otto Hübner (der schon 1846 eine kürzere Darstellung erscheinenliess), vollständig, sorgfältig, zweckmässig; also sehr empfehlenswerth. Auch ein Theil der im Jahr1846 in Berlin erschienenen Flugschriften über das Bankwesen ist nicht ohne Interesse. Diestaatswissenschaftlichen Werke von Bau, Stein, Mill u. s. w., sowie die Lehrbücher der Han-delswissenschaft, z. B. von Friedr. Noback, enthalten gleichfalls begreiflich ein Kapitel überdie Banken. — Von Französischen Schriften erwähne ich: Baguet, Traite des Banques,Paris 1843; Traite des Opirations de Banque par Courcelle-Seneuil, 2. idit., Paris 1853;Annuaire des prineip. places de VEiirope. Statuts fond. des banques etc. par Haussmannet Baudouin, Paris 1853. — Von Werken in Englischer Sprache: M'Culloch, Treatiseon the Principles of Taxation and the funding System, 2. edit., London 1852; auch in dessenComm. Biet, der Artikel: Banks ; The Elements of Banking by Oilbart, London 1852; dieZeitschrift: Bankers Magazine etc. —

Banken sind bekanntlich öffentliche Kreditanstalten zur Erleichterung undBeförderung des Geldumlaufes und ähnliche Zwecke verfolgen die einzelnenPrivat-Bankhäuser. Das Bedürfniss solcher Anstalten ist begreiflich bei starkentwickelten Erwerbs-Verhältnissen und recht lebhaftem Verkehr am fühlbarsten.Deshalb verdankt man dje schon im Mittelalter entstandenen Einrichtungen dieserArt, den damals blühendsten Handelsplätzen; nämlich die Giro- (Umschreibe-Depositen-) Banken, Venedig; die Zettel-Banken, Genua. Die Einrichtungdieser Anstalten hat im Verlaufe der Zeit verschiedene Abänderungen erfah-ren, und es ist sehr gewöhnlich, dass die Banken jetziger Zeit neben dem No-tenausgeben auch Wechsel-Diskonto-, Depositen- und Leih - Geschäfte treiben.Dergleichen Banken sind von Regierungen, weit häufiger jedoch unter Aufsicht

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