Buch 
Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
Entstehung
Seite
983
JPEG-Download
 

Sparkassen.

983

gende Sparkassen: Mainz (Vaterländische Berichte 1835, I. S. ^05); Giessen(Ende 1846: von 1482 Einlegern 185760 Gulden); Meerholz (seit 1848 fürdie Grafschaft Yseuburg); u. s. w.

7. Kurfiirstenthum Hessen.

Dass es in Kurhessen eine Anzahl Sparkassen giebt, unterliegt keinemZweifel; ich aber habe, ungeachtet mehrfacher Versuche, keine Auskunft da-rüber erlangen können. Hildebrand (Mittheilungen über die volkswirthschaftl.Zustände von Kurhessen, Berlin 1853, S. 192) erwähnt nur die Sparkasse inMarburg, mit Ende 1849: 54685 Thlr., durch 1089 Einleger, also 50,2 Thlr.zu 1. Die Sparkasse in Einteln besass Ende 1846 durch 739 Einzahler 31526Thlr., also 1 zu 42,6 Thlr.

8. Herzogthum Nassau.

Für das Herzogthum Nassau ist die Landesbank (nach §. 21 des Ge-setzes vom 16. Februar 1849) die allgemeine Sparkasse; ihr Bestand an Spar-kassen-Kapitalien war Ende 1853: 263252 Fl.; die Zahl der Einleger und dieStufen der Einlagen sind dem Berichte nicht zu entnehmen, was den Nutzendes Nachweises vermindert. Ausserdem haben einzelne Gemeinden besondereSparkassen für ihre Angehörigen errichtet, worüber jedoch bisher keine Gesammt-Zusammenstellung vorlag. So z. B. ist in Wiesbaden eine Gemeinde-Sparkasse,welche Ende 1852 durch 181 Einlagen 7306 Gulden besass; also 1 durch-schnittlich von 40,3 fl. — Recht sehr zu wünschen ist, dass die Regierung dasSparkassenwesen mehr in Aufnahme zu bringen suche; wozu die Mittel nichtfehlen und an vielen Orten dringende Veranlassung ist.

9. Königstaat Sachsen.

(Mittheilungen des Industrie-Vereins für das Königreich Sachsen 1835, S. 141, 1838 Lief.11; — Funke, die Polim-Gesetze des KÖnigr. Sachsen, Leipzig 1847 II., S. 535; — Landw.Zeitschrift von dem Hauptverein fiir das Köuigr. Sachsen 1848, S. 127 und 320; 1849 S. 157;— Dresdner Tageblatt 1847, S. 546 und 2073; — Engel, Jahrbuch für Statistik und Staats-wisseuschaft d. Köuigr. S., Dresden 1853, S. 91 fl.). —

Zu Anfang des Jahres 1850 gab es 48 Sparkassen mit einem (den Re-servefonds eingeschlossenen) Gesammtbestande von 4,076099 Thlr.; im Jahre 1845waren nur 30 Sparkassen mit 2,803575 TIHr. Bestand vorhanden; im Jahre1836 hatten die damals in Thätigkeit befindlichen 11 Sparkassen nur 597041Thaler. Die erste Sparkasse ist 1825 in Leipzig errichtet, 1828 in Dresden,1833 in Freiberg, 1835 in Grimma, Anaberg, Bautzen u. s. w. — Engel a. a.0. S. 92 und 93 macht über die Fortschritte der Benutzung der Spar-kassen in Sachsen einige höchst belehrende, vergleichende Zusammenstel-lungen, denen ich die folgenden, das ganze Königreich betreffenden Ziffern, ent-nehme.