. 984
Anstalten für Erwerb und Verkehr.
Zahlungen der Einleger in Thlr. Krt. in den Jahren:
Steige-rungderKontov.1844 bis1851.
ErsparteSummen v.
1844-1851.
1844.
1845.
1846.
1847.
1848.
1849.
1850.
1851.
Unter 20 Thalern ....
22487
24679
26434
32631
34189
36055
39735
46090
23603
229571
Von 20— 50 Thlr. . . .
13176
15426
17957
19013
18583
20780
24166
28023
14847
493707
» 50—100 . ...
8407
10309
12469
13994
13556
14395
18020
20037
11630
823028
» 100 — 200 . ...
3833
5057
5923
6307
5778
7311
9167
11285
7452
999144
Ueber 200 „ ...
1907
2236
2262
2628
2338
2853
3539
4421
2514
793595
Zusammen . .
49810
57707
65045
74603
74444
81394
94627
109856
60046
3,339045
“Werth 1 Sparkassenbuchs Tlr.
48,05
48,58
50,69
49,44
47,62
50,21
53,01
54,07
Ersparniss auf 1 Kopf der
Bevölkerung.
40,2
46,5
53,9
59,6
56,6
64,7
78,6
92,1
Verhältniss der Zahl der Spar-
Ngr.
kassenbücher zur Bewohner-
zahl wie 1 zu . . . .
36
31
28
25
25
23
23
18
Hieraus erhellt, dass innerhalb des angegebenen Zeitraums, sowohl die Zahl derSparenden, als auch die Ersparnisse der Einzelnen weit erheblichere Fortschritte ge-macht haben, als man — wegen der Jahre der Theuerung und bürgerlichen Unruhensowohl, als auch in Betracht des allgemeinen Glaubens an eine Verschlechterung dersittlichen und Erwerbs-Verhaltnisse — hätte voraussetzen sollen. Selbst das Missge-schick, welches so viele Betheiligte in den letzten Jahren betroffen hat, übte nureinen rasch vorübergehenden Einfluss aus, und gerade die kleinen Einlagen der amwenigsten bemittelten Bevölkerung haben den grössten Zuwachs erfahren. Als G e -sammtzeugniss für den Fleiss, die Sparsamkeit und Sittlichkeit der betreffendenVolksklassen, ist hervorzuheben, dass von 1844— 51, in einem von Unfällen schwerbetroffenen Lande, mehr als 3Vs Milk Thlr. Ersparnis allein bei den Sparkassen vorAugen kommen.
Obgleich keine freiwillige Sparkassen, sondern gezwungene Nothkassen behufgegenseitiger Hülfe, können doch die Kn-apps c haft skas sen hier mindestens er-wähnt werden. Sie kommen nur beim Bergbau und Hüttenbetriebe vor; sind in meh-reren Gegenden Deutschlands schon sehr alt (im Königstaat Sachsen z. B. seit derAltenberger Zinnbergwerks-Ordnung vom 1. Mai 1588); haben ihre Einnahmen theilsvon Beiträgen der „anfahrenden Mannschaft“, theils durch Zuschüsse der Eigentümer,Abgiften von Lieferungen und dgl.; verausgaben regelmäsige Unterstützungen an dienst-unfähige Mitglieder oder deren Angehörige; werden unter Aufsicht der Bergbehörden,von Vertretern der Betheiligten verwaltet. Der „Kalender für den Sächsischen Berg-und Hüttenmann“ giebt jährlichen Nachweiss über die im Königreich Sachsen befind-lichen Knappschafts-Kassen. Sie haben jetzt zusammengenommen etwa 200000 Thlr.Vermögen, bei 5000 Thlr. Ausgabe.
10. Thüringensche Staaten und Herzogtümer Anhalt.
Die einzige mir bekannt gewordene Nachricht über sämmtliche Sparkassendes Grossherzogthums Sachsen-Weimar steht in dem „Schriftenwechsel“ des