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Staats- und Gemeinde-Haushalt.
Zu 12: Königstaat Spanien. Im Oktober 1853 erging folgendes K. Dekret: Art. 1.Die Königliche Marine wird für jetzt aus 90 Schiffen aller Art bestehen, nämlich aus 6Linienschiffen \on 80 bis 90 Kanonen oder 400 bis 600 Pferdekraft, 12 Fregatten von von 30bis 50 Kanonen oder 300 bis 400 Pferdekraft, 12 Korvetten von 20 bis 30 Kanonen, 14 Briggsvon 6 bis 20 Kanonen, 6 Kriegs- und Post-Dampfschiffen von 400 bis 500 Pferdekraft, 8Dampfschiffen für den transatlantischen Dienst von 300 bis 400 Pferdekraft, 12 Küstenschiffen,12 Schiffen für niedriges Wasser und 8 Segel-Transportschiffen. Art. 2. Die jetzigen Schiffe derMarine werden mit Dampfmaschinen versehen und wenn unbrauchbar geworden, durch gemischteSchiffe ersetzt werden. Art. 3. In den Seehäfen soll immer so viel Baumaterial vorhanden sein,dass man zum wenigsten ein Viertel der Schiffe ersetzen kann. Art. 4. Das Material solcherNiederlagen wird nicht in den Staatswaldungeu geschlagen, sondern den bestehenden Gesetzengemäss in öffentlichen Versteigerungen angekauft werden. Art. 5. Zum Ankauf von Schiffen imAuslande bedarf die Regierung die Ermächtigung der Kammer; sie kann jedoch ohne dieselbehandeln, wenn es sich um den Ankauf von Maschinen oder Eisenwerk handelt, das die inlän-dischen Fabriken nicht aufertigen können. — Zugleich macht die amtliche Zeitung bekannt,dass die Königin den Bau von drei F'regatten zweiter Klasse mit 31 Kanonen befohlen hat.Die Maschinen sollen im Auslande angefertigt werden. Ausserdem werden zwei Dampfbootevon 350 und 120 Pferdekraft gebaut. Die amtliche Revista militar zählt den wirklichen Bestandim Mai 1854 auf, wonach die Gesammtzahl der Fahrzeuge 393 ist, mit 1231 Kanonen und 258Steiustüeken (Pedreros); die Dampfer haben zusammen 9972 Pferdekraft. Allein nur ein kleinerTheil davon ist im wirklichen Dienst.
Zu 13: Königstaat Sardinien. Nach dem Etat von 1853 besteht die aktive Armeenach dem Friedensfuss aus 43475 Mann, worunter 3551 Offiziere, 9842 UnteroffiziereSpielleute u. s. w. Die Mannschaft vertheilt sich also: 2973 und 823 Karabinieri (Gendarmerie)auf dem Festland und der Insel, 24880 Mann in den 20 Regimentern oder 80 Bataillonen In-fanterie, 3433 Mann in 10 Bat. Tirailleurs, 4896 Mann in 9 Regim. oder 36 Schwadronen Ka-vallerie, 3923 Mann Artillerie, 935 Ingenieure, 1612 Marine-, Fuhrwesens- u. s. w. Truppen.Zur Erhaltung dieses Bestandes ist eine jährliche Aushebung von 10000 Mann erforderlich, wo-von 1700 Manu 8 Jahre dienen und dann völlig verabschiedet werden, 1600 Mann (Kavallerie,Artillerie, Geniekorps) 5 Jahre aktiv und 6 Jahre in der Reserve dienen, 6700 Mann (Infanterie)4 Jahre unter den Fahnen, 8 Jahre in Reserve bleiben. Zu Kriegszeiteu beträgt der Hee-resbestand 89096 Mann, wovon 14000 für deu Garnisonsdieust bleiben. Sie vertheilen sich beigleicher Stärke der Gendarmerie: Aktive Armee 44600 Mann Infanterie, 6400 Tiraill., 6800 MKavalerie, 6900 M. Artillerie, 1600 M. Genietruppen, Train und andere Dienste 3700 Mann,Marine 1300 M.; Garnisonen 11700 M. Infanterie, 1600 M. Tirailleurs, 400 M. Genietruppen,300 M. Mariuesoldaten. Durchschnittlich kommen jährlich 55000 Personen zur Aushebungund die Befreiungen wegen geistlichen Standes betragen 8 bis 9 auf 1000 Falmenpflichtige. ImJahr 1849 wurden ausserdem 1492 Stellvertreter angenommen. — (Zu vergl. auch Corsi, DelEsercito Piemontese e della sua Organizzazione, Torino 1851).
Zu 17: Kirchenstaat. Seit 1849 etwa 6000 Mann Französischer Besatzung in Romund etwa 13000 M. Oesterreicher in den Legationen; für Letztere wird von der Päbstl. Reg.ein Monatsbeitrag von 36000 Fl, vergütet.
In gedrängter Form stellt die Tafel über Landheer u. Kriegllotte sich wie folgt dar: