Uritisches Reich.
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Die entsprechende wirkliche Einnahme des Finanzjahrs 1853/4 war an-nähernd 54,025000 Lsterl., während dessen Voranschlag nur 52,990000 Lsterl.berechnet hatte. Diese Vorlagen und ebenso die sogen. Balance Sheets, gebenindess durchaus kein richtiges Bild der Einnahmen und Ausgaben, obgleichlast alle Blätter gedankenlos sie abschreiben. Denn es fehlen in Einnahme undAusgabe alle diejenigen Verwendungen, welche gemacht werden, bevor dieEinnahmen die Zentralkasse erreichen; z. B. die bedeutende Summe der Erhe-bungskosten; dann die für local wurks geleistete Zahlungen oder gehabten Em-pfänge; die zur Schuldeinlösung verwendeten Summen u. s. w. Da alle derarti-gen Einnahmen und Ausgaben, soweit sie für Staatszwecke bestimmt sind, inden Etats anderer Staaten Vorkommen, so habe ich den neuen Versuch gemacht,in der Tafel die Britischen Etats demgemäss zu ergänzen.
Der ,, Balance Sheet' 1 für das mit dem 5. Juli 1854 abgeschlossene Finanz-jahr giebt die (Iiein-) Einnahmen zu 54,439231 Lsterl. an, wovon die Zölle20,343749, die Aceise 15,171979, die Stempel 6,986471, die Taxen (land andassessed Taxes) 3,167145, die Einkommensteuer 6,402407, die Post 1,232000u. s. w. ertrugen. Die entsprechende Ausgabe war nur 53,340386 Lsterl.,wovon Zinsen und Renten der Staatsschuld 27,733663, Landheer (Army andOrdnance) 10,101772, Kriegsflotte 8,484469 Lsterl. u. s. w. — Die Kriegs-fiihrung gegen Russland hat diese günstigste Lage des Britischen Budget sehrwesentlich benachtheiligt. Denn der Krieg bat nicht nur die Verdoppelung derEinkommensteuer und die Erhöhung einiger indirekter Abgaben nötliig gemacht,zum veranschlagten Jalnesbetrage von 6,850000 Lsterl., sondern die Regierungist ferner genöthigt gewesen, 6,000000 Lsterl. 3Vä %ige Schatzkammer-Scheineauszugeben, ein Anleihe-Unternehmen, welches auf diese Weise durchzuführen,grosse Schwierigkeiten fand. — Die Voranschläge für das Landheer habenbegreiflich gegen den Friedensstand — (Hirtenfeld, Allgem. militär. Handbuch,Wien 1854, S. 213 ff. und Organisation des Britischen und Ostindischen Heers,Berlin 1853, S. 123 ff.) — bedeutende Erhöhungen erfahren, wie die nach-folgende Zusammenstellung ergiebt, obgleich dieselbe nur die Anforderungen bisMärz 1854 enthält. Der Gesammtzuwachs wurde damals schon auf 10694 Mannund die Mehrausgabe dafür auf 262470 Lsterl. berechnet. Die Armee bestandim Finanzjahre 1853/4 aus 102283 Mann (Offiziere eingerechnet), und wird auf112977 gebracht. Davon zählte die Gardekavallerie 1308, die Kavallerie derLinie 7478 Pferde, Garde zu Fuss 6478, Linieninfanterie 88463, westindischeRegimenter 3417, Kolonialcorps 5372, dazu 560 Mann, die von der OstindischenCompagnie bezahlt, aber in England verwendet werden. Von diesen Truppen be-fanden sich am 1. Januar 1854: 55709 Mann in der Heimath und 33340 (ab-gesehen von Indien) im Ausland. Die Löhnung fürs bevorstehende Verwaltungs-jahr ist auf 3,923288 Lsterl. (ein Zuwachs um 297505 Lsterl.) berechnet. Davonbezahlen die Australischen Kolonien 18000, und die Ostindische Kompagnie936637 Lsterl (für die ihr bewilligten 29653 Mann). Auf die Generalität und