Kaiserstaat Kussland.
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Kanonen), aus 39 Segelkorvetten mit 868, und aus 101 Briggs, Goeletten undKuttern mit 1066 Kanonen, aus 39 Lastkorvetten und Gabarren, im Ganzenvon 18500 Tonnengehalt, mit 788 Kanonen; endlich aus der Dampfmarine,welche 3 Linienschiffe, 20 Fregatten, 30 Korvetten und 64 Aviso’s zählt undeine Gesammtkraft von 28750 Pferden darstellt. Nach einem Minist. Berichtevom 19. Juni 1854 ist einstweilen der Gesammtbetrag der ordentl. und ausser-ordentl Bedürfnisse des Marine-Minist, für 1854 auf 174,286000 Franken fest-gestellt; welche Summe den Etat für 1847 (158,093000) nur um 16 Mill. Frk.überschreitet. — Gelegentlich die Bemerkung, dass, nach dem ordentlichen undausserordentlichen Etat der Stadt Paris für 1854, die Einnahmen 110,399000Frk., die Ausgaben aber nur 90,164000 Frk. betragen.
4. Kaiserstaat Bussland.
Seit Zusammenstellung der Staatshaushalts-Tafeln habe ich in meiner „Sta-tistik des Kaiserstaats Russland, Frankfurt a. M. 1854“, Seite 353 tf., denzweiten Versuch einer Darstellung des Staatshaushalts Russlands gemacht; wel-chem ein ähnlicher erster Versuch schon 10 Jahre früher (in meiner Kultur-Statistik Russlands, Berlin 1843) vorangegangen war. Die Ziffern und Erläu-terungen dieser Schriften in Bezug nehmend, bemerke ich hinsichtlich derStaatsschuld noch Folgendes: Abgesehen vom Königreich Polen und Gross-fürstenthum Finland, deren Finanzverwaltung gesondert ist, wird die StaatsschuldRusslands am 1, Juli 1854 etwa 906,500000 Thlr Kour. betragen haben, wovonauf die auswärtige Terminscbuld nicht mehr als 5572 Million Fl. Holl, kom-men; auf die inländische Terminschuld etwa 18172 Million Rubel Silber; aufdie sog. Rentenschulden (d. h. welche von Seiten der Gläubiger unkündbarsind) etwa 252 Million Rub. Silber; auf die Reichs-Kreditkasse-Billete 351 1 /2Mill. Rub. Silb. u. s. w. Die seitdem gemachten Anleiheversuche im Aus-lande haben noch kein bestimmtes Ergebniss gehabt, wogegen eine inländischeAnleihe von 50,000000 Rub. Silb. (die fünfte 5 o/ 0 ige Anleihe) bereits ver«wirklicht zu sein scheint. Dass ähnliche Geldhülfen noch rech häufig in An-spruch genommen werden müssen, wenn der Krieg fortdauert, leidet um soweniger Zweifel, weil die gewöhnlichen Staatseinnahmen Russlands zur Deckungder regelmässigen Ausgaben kaum hinreichen. Auch im Königr. Polen hat dieAusgabe von 4 %igen Schatzbilleten zu je 100 Rub. Silb., in Serien von je 1Mill. Rub. Silber, bereits begonnen.. Nachdem dieses geschrieben war, habe ichden in der Sitzung des Konseils der Reichs-Kreditanstalten vom 20. Juli 1854durch den Finanzminister erstatteten Bericht über das Jahr 1853 em-pfangen. Daraus ist Folgendes hervor zu heben:
Am 1. Januar 1854 verblieben:
Ff. Holland.
1. von der alten Holländ. Anleihe (Russlands Antheil) .... 32,600000
2. von der zweiten Holländischen Anleihe, Fl. Holl. 22,732000
3. an inländischen Terminschulden, Rub. Silb. 131,578375