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Deutschland und das uebrige Europa : Handbuch der Bodens-, Bevölkerungs-, Erwerbs- und Verkehrs-Statistik; des Staatshaushalts und der Streitmacht / in vergleichender Darstellung vom Dr. Freih. Fr.W. v. Reden
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Staats- und Gemeinde-Haushalt.

durch Einnahmen gedeckt werden sollten, deren Geldbetrag im Voranschlag

für 1854 wie folgt ist • Neue Schw. Frk.

a. Zinsen von Bundeskapitalien. 82000

b. Ertrag der Grenzzölle. 2,750000

c. Reinertrag der Postanstalt | fiOnno

d. „ des Pulverregals )

e. Kanzleigebühren und sonstige Einnahmen .... 30000

Zusammen . 2,922000

Die Ausgaben sind nach dem Voranschlag fiir 1854:

a. der Zivil-Verwaltung. 500000

b. der Militär-Verwaltung. 1,320000

Zusammen . 1,820000

Der Ueberschuss sollte, nach den Vorschlägen der Kommission der Bundesver-sammlung, zu verschiedenen Verbesserungen im Systeme der Zentralisation, be-nutzt werden, z. B. zur Errichtung einer Eidgenossen-Universität, PolytechnischenLehranstalt, zu öffentlichen Anlagen, zur Ausbildung der Militär-Zentralisationund für die gemeinsame Strafrechtspflege. Nur ein Theil dieser Vorschläge istbis jetzt genehmigt, weil der Kantonalgeist dergleichen Bundeskräftigungsmittelnentgegenwirkt. Allein die Zentralisation und Machtentwicklung der Bundesgewalthat seit 1848 in der Schweiz so grosse Fortschritte gemacht, dass ihre fernereAusbildung um so weniger zweifelhaft sein dürfte, weil sie im wahren Interesseder Schweiz geschieht.

Die Eidgenössische Staatsrechnung für 1852 zeigte ein sehrgünstiges Ergebniss, denn sie lieferte einen Ueberschuss von 1,083854 Franken,beziehungsweise 783854 Franken mehr, als die Budgetbestimmung. Die Roh-einnahme aus Grenzzöllen betrug 5,716014 Franken, die Roheinnahme der Post-verwaltung 6,514634 Frk. Als Vergütung des Reinertrags des Postwesens wur-den an die Kantone 1,481957 Frk. vertheilt. Die allgemeinen Verwaltungskostenbetrugen 303308 Frk., die der sieben bundesräthlichen Departements 1,521528Franken. — Das Vermögen der Eidgenossenschaft zeigte mit Ende1852 eine Summe von 7,512027 Frk., mit Ende 1853: 8,734467 Frk. Die Ein-nahmen betrugen 14,187475 Frk., 1,737475 Frk. mehr als das Budget voraus-gesehen hatte, die Ausgaben 13,111182 Frk.; somit ergibt sich ein Ueberschussvon 1,076293 Frk. — Der jetzige Zustand des Staatshaushalts der Eid-genossenschaft ergibt sich aus dem vom Bundesrath berathenen Budget für 1855.Nach demselben betragen die Einnnahmen 16,150000 Franken, die Ausgaben15,520000 Frk., somit ergiebt sich ein Vorschlag von 630000 Frk. Dazu kommtnoch ein muthmasslicher Vorschlag von 400000 Frk. auf der Generalrechnung,so dass also der Gesammtübersehuss 1,030000 Frk. betragen würde. Unter denEinnahmen erscheinen: Roheinnahme der Grenzzölle 5,600000 Frk,, der Post-verwalt. 7,946700 Frk., der Telegrafenverwalt. 240000 Frk., der Pulververwalt.507900 Frk. Nennwerth von 2,125000 Stück zu prägenden Münzen 1,510000 Frk.