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Absorption
an andere Körper abtritt, so wird es denselben wieder ausder Luft aufnelnnen. So fand schon Priestley 1 dafs Was-ser, welches in einem grofsen hölzernen Troge faulig gewor-den war, wobei das vcrschlucktgewesene Saucrstoflgas des-selben von der organischen Materie entzogen wurde, beimSchütteln mit Luft derselben schnell ihr Sauerstollgas so voll-ständig entzog, dafs der Rückstand derselben nicht weiterdurch Salpetergas vermindert wurde, Ganz dasselbe beob-achtete Daltok. Demnach ist die Fäulnifs des Wasserswohl nicht die einzige Ursache dieser Erscheinung. Ingen-iiouss 1 beobachtete ei ne bedeutende Verschlechterung der Luftbeim Schütteln derselben mit gewöhnlichem oder mit Kalk-wasser; Berger fand, dafs wenn man Luft so lange mit ge-wöhnlichem Wasser in Berührung läfst, bis 20 Procent ver-schluckt sind, der Rückstand beim SauerstolTgas mehr ent-hält, und in beiden Fällen ist von einem fauligen Zustandedes Wassers nichts bemerkt worden, ja beim Kalkwasscr wäreeine solche Annahme sehr unwahrscheinlich. Vielleicht hän-gen diese noch nicht erklärbaren Beobachtungen mit andernvon pe Marty bemerkten und gegen Daetons Ansicht spre-chenden Erfahrungen zusammen. Bringt man nämlich aus-gekochtes, dann mit Stickgas gesättigtes "Wasser mit Sauer-stolfgas oder "WasscrstolTgas zusammen, so entwickelt sichnach de Marty blofs im Anfang etwas Stickgas, welches aberbeim Schütteln wieder verschluckt wird, und das "Wasserhimmt also neben sämmtlichcm Stickgas, mit dem cs zuvorgesättiget war, noch eine gewisse Menge von SauerstolTgasoder WasscrstolTgas auf. Aus diesem Grunde bedient sichde Marty des mit Stickgas gesättigten Wassers, als eines eu-diometrisehen Mittels, welches beim Schütteln mit kleinenMengen Luft, blofs ihre 2 1 Procent Saucrstoflgas absorbirt.Auch dient nach ihm ebenso gut Wasser, welches mit derganzen atmosphärischen Luft gesättigt ist, da nach der obenangeführten Erfahrung Wasser, welches sich mit SauerstolT-gas gesättigt hat, nach einiger Zeit immer wieder das Ver-mögen erlangt, frisches zu verdichten, wahrend die Absorp-
i Phil. Tr. X.XIV. 91 u. 91.
3 V ermischte Schriften, übers, von Molitur IL 8j.