Band 
Erster Band. A und B.
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Absorption

Kohlensäure gesättigten Wassers 1,0018 betragen, wenndasselbe sich bei dieser Verbindung nicht ausgedehnt hätte.

Die Umstände, unter welchen ein vom Wasser verschluck-tes Gas sich wieder aus demselben entwickelt , sind, wie sichzum Theil aus Obigem ergiebt: 1. Lul'tvcrdiinnung. 2. Tem-peraturerhöhung, besonders Siedhitze. 3. llinzutrcten ande-rer Gase. 4. llinzutrcten nicht gasförmiger, mit Wassermischbarer Substanzen. 5- Gefrieren des Wassers. 6. Be-sondere mechanische Veranlassungen. 1. Wird mit einemGase gesättigtes Wasser unter die Glocke einer Luftpumpegesetzt und dieselbe exantlirt, so wird das im Wasser enthal-tene Gas, der Weite der Glocke entsprechend, ausgedehnt,und von diesem ausgedehnten Gase behält das Wassernur soviel Mafse , als vorher von dem unter dem gewöhn-lichen Luftdruck befindlichen, während der übrige Theil desGases die Glocke füllt. Wird nun dieser Theil wiederdurch Auspumpen entfernt, so wird das übrige im Wasserenthaltene Gas wieder in einen ausgedehntem Zustande über-gehen, und in diesem zum Theil das Wasser verlassen, umdie Leere der Glocke auszufiillcn; und cs ist cinzusehcn,wie bei fortgesetztem Auspumpen nur ein geringer Theil desGases im Wasser Zurückbleiben wird. Doch ist diese Ent-wickelung immer nur unvollständig, und zwar aus folgendenGründen: 1. 'Weil man der Einrichtung der Luftpumpengemäfs, nicht ganz luftleer auspumpen kann. 2.'Weil dieAnziehung des Wassers zur Gasart der Entwickelung dersel-ben Schranken zu setzen scheint, sobald die Menge des indem Wasser enthaltenen G#ses auf ein gewisses Minimumheruntergegangen ist, wo bei weiterm Exantliren die Ver-bindung des Wassers mit dem Gase als Ganzes elastisch wird,ohne dafs das Gas für sich entwickelt würde. Dieses scheintbei den wenig verschluckbaren Gasarten erst dann einzutre-ten, wenn nur noch kleine Mengen derselben im Wasser be-findlich sind, doch fanden SaussÜre und Andere, dafs sichselbst die Gemengtheile der Luft durch blofses Auspumpennicht völlig von Wasser scheiden lassen; bei den reichlichverschluckbaren Gasen, wie bei salzsauren Gas, tritt dage-gen dieser Punct sehr bald ein, wo noch die gröfste Mengedes Gases mit dem Wasser vprbunden ist, welche Verbin-