G0
Absorption
fast IG Tage lang beständig schütteln und häufig kochenmufs, wobei man den in eine Spitze ausgezogenen und zuge-schmolzenen Ilals des Kolbens öffnet, und nach dem Aufliö-ren des Kochens immer sogleich wieder zuschmelzt.
Bei reichlich absorbirbaren Gasartcn, wie bei salzsauremGas, wiederholt sich das von der Aufhebung des LuftdruckesGesagte; nämlich nachdem liier ein Thcil des Gases beimErhitzen als solches entwickelt worden ist,, so wird die riiek-bleibende Verbindung als Ganzes verdampfen, wovon blofsdas so reichlich verschluckbarc Ammoniakgas, welches durchgeringe Erhitzung ausgetrieben werden kann, eine auffallendeAusnahme macht.
3. Wie Wasser, welches mit einem Gase verbunden ist, ei-nen grofsen Thcil desselben fahren läfst, wenn es mit ei -nein andern in Berührung kommt, und zwar in um so grös-serer Menge, je reichlicher absorbirbar und in je gröfsercrMenge vorhanden das andere Gas ist, hievon war bereitsoben die Rede.
4. Löset man verschiedene Salze im Wasser, Welches ir-gend ein Gas enthält, oder mischt man dies Wasser mitVitriolöl und einigen anderen tropfbaren Flüssigkeiten, sovermindert sich durch die neue Verbindungen welche das^Vasscr tritt, die absorbirendeKraft desselben, und es läfsteinen Theil des verschluckten Gases entweichen. Sättigtman Seinewasser mit Kochsalz, so entwickelt sich hierbeinach v. Humboldt und Gay - Lussac ungefähr die Hälftevon derjenigenLuft, welche sich durch fortgesetztes Siedenentwickeln würde, und zwar enthält diese durch das Koch-salz entwickelte Luft nur 2 2,5 Proecnt Sauerstolfgas,während die sämmtliche, durch das Kochen entwickelte30,5 enthält. Also treibt das Kochsalz, wie die Hitze imAnfang, verhältnifsweise mehr Stickgas aus.
Bei reichlich verschluckbaren Gasartcn kommcu solchetheilweise Entwickelungen durch Zusatz anderer Körperebenfalls vor; so entwickelt Wasser, welches nur mafsig mitsalzsaurem Gas gesättigt ist, so dafs es beim Kochen keinesentwickelt, beim Vermischen mit Vitriolöl sehr viel Gas.
5. Ist das Wasser mit einem von denjenigen Gasen verei-nigt, von welchem es nur höchtsens sein gleiches Mals