durch Kohle.
95
der Fall scyn miifste, wenn man nnnähmo, ein Tlieil derKolile sättige sich hierbei mit dem einen Gase und der andereTlieil mit dem andern. Aelmlich verhält sieh die mit Sauer-stoflgas gesättigte Kohle gegen Wasserstofigas, und die mitWasserstofigas gesättigte gegen Stickgas, während das Stick-gas die Absorption des kohlensauren nach SaussÜre nicht zubefördern scheint. Das von Dalton fiir die Absorption ge-mengter Gasarten durch Wasser gegebene Gesetz findetdaher hier keine Anwendung; doch ist es auch möglich , da Isdie Abweichungen von demselben, die sich bei der Absorp-tion durch Kohle finden) davon herriihren, dafs das Saucr-stolFgas von der Kohle anhaltend verschluckt wird, und sichin Kohlensäure verwandelt, dafs in einigen Fällen der Ver-such nicht lange genug dauerte, und endlich auch Beobach-tungsfehler möglich sind.
1 Mafs Buxbaumkolilc mit 9 > 2 Mafs Sauerstoflgas ge-sättigt, und in 15,6 Mafs Wasserstofigas gebracht, entwik-kclt nach SaussÜre , während das mit der Kohle in Berüh-rung gesetzte Thermometer um 0°,5 C. fällt, 4,5 5 MafsSauerstoflgas und verschluckt dagegen 1,34 Wasserstofigas.Wenden wir hierauf die bei der Verschluckung der Gasartendurch Wasser auseinandergesetze DaÜonsche Formel an, undnehmen wir mit SaussÜre an, 1 Mafs Buchsbaumkohle ver-schlucke 9,2 Mafs Sauerstoflgas und 1,75 Mafs WasserstofF-gas, so hätte die Kohle an Sauerstoflgas verschluckt behalten..4 55
müssen: 9,2. \y y L = 2,2 3 M. (während sie 4,65 M. zu-rückhielt) und von Wasserstofigas hätte sie aufnehmen müs-sen: 1,75. 1,38 M. (während sie davon 1,34 Mafs
verschluckte).
Brachte SaussÜre dieselbe mit Sauerstoflgas gesättigteKohle in 11 Mafs Wasserstofigas, so wurden 3,12 MafsSauerstoffgas ausgetrieben und 0,7 6 M. Wasserstofigas ver-schluckt; es blieben also in der Kohle 6,08 Mafs SaucrstoiT-gas. Nach der Daltonschen Formel müfste diese Kohle ent-halten : 9,2.-^^- = 2,15 Mafs Sauerstoflgas und 1,75.
= 1,34 Mafs Wasserstofigas. Hier blieb also zu viel