102 Absorption der elastischen Flüssigkeiten
nach Bouppe und van Noorden, nach Morozzo und Vogelein grofser Thcil der Gase ausgetrieben. Der Luft ausge-setzt gewesene Kohle, welche man bis zu 100° erhitzt hat,verschluckt nach Morozzo beinahe halb so viel Luft, wie diegeglühte ; eben soviel absorbirt die lufthaltige Kohle, wennsie 7 Stunden lang dem Sonnenlicht ausgesetzt wurde, ob-gleich hierbei die Erhitzung lange nicht so beträchtlich seynkann. Eine Unze an der Luft erkaltete Fichtenkohle in einemGasentwickclungsapparate, trocken bis zu 100° C. erhitzt,entwickelt nach Vocel 10 "Würfelzoll einer Luft, in wel-cher das Verhältnis des Sauerstoffgases zum Stickgase das-selbe ist, wie in der atmosphärischen. Da i Unze Fichten-kohle nach andern Versuchen Vocels gegen 14 WürfelzollLuft verschluckt, 60 mufsten gegen 4 Wiirfclzoll Luft inder Kohle geblieben seyn, und zwar vorzüglich Sauersto/1-gas, weil dieses reichlicher von der Kohle aufgenommenwurde, als das Stickgas, und sich beim Erhitzen bis zu 100°diese beiden Gasarten im atmosphärischen Verhältnisse ent-wickelten. Wird daher diese bis zu 100° erhitzt geweseneKohle wieder mit Luft zusammengebracht, so nimmt sie inder Kälte wieder einen Thcil derselben auf und zwar genauim atmosphärischen Verhältnisse, so dafs der nicht ver-schluckte Thcil unveränderte Luft ist.
Dafs die mit einem Gase gesättigte Kohle beim Befeuch-ten mit Wasser einen Thcil des Gases, unter einer Art vonAufbrausen entwickle, bemerkten Fontana, Lametherie,Morozzo, Parrot und Grindel. Dagegen überzeugte sichVogel, dafs eine glühend unter Quecksilber gebrachte Kohlenach dem Erkalten beim Befeuchten mit Wasser kein Gasfahren läfst. Lametherie fand, dafs mit irgend einemGase gesättigte Kohle beim Befeuchten mit Wasser frei wer-den liefs: beim Wasscrstoflgas -i, bei Salpetergas und Stick-gas -g- 'vom ursprünglich verschluckten Gase. Nach Saus-sÜre verliert 1 Mafs Buxbaumkohle, die mit 7,5 M. Stick-gas gesättigt ist, beim Befeuchten mit Wasser Von gleichemUmfang mit der Kohle, 6,5 M., behält also blofs 1 M. Stickgas. Ein Mafs trockene Buchenkolile, die sich mit 9,2 5. M.Sauerstoffgas gesättigt hat, entwickelt im Wasser 3,5 M.,behält also 5,75 M. Sauerstoffgas. Ein Mafs mit Wasser-
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