Band 
Erster Band. A und B.
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Abweichung der Magnetnadel.

stützt, sonst allen Einflufs der Gewitter, Blitze oder desSturmes leugnet, einen Fall an (den 2 5. Juli 178l), wo dioNadel wahrend eines Sturmes sich um 15 Min. änderte.Ost-und Nord-Ostwinde schienen ihm öfter einige Unre-gelinäfsigkeitcn herbeizuführen, auch plötzliche Wetterän-derungen schienen den Stand der Nadel zn verändern. AuchMacjjonald behauptet, dafs die tägliche Variation wählendeines Gewitters gröfser sey, als sonst unter gleichen Um-ständen 1 2 .

Seitdem man durch Hülfe der wissenschaftlichen Zeit-schriften öftere und schnellere Gelegenheit hat, meteoro-logische Wahrnehmungen zur allgemeinen Kunde zu brin-gen, haben sich schon mehrere Nachrichten von Nordlich-tern gefunden, die in England oder andern nördlichen Plä-tzen waren beobachtet worden, und die fast ohne Ausnahmeeine gleichzeitige sichtbare Störung der Magnetnadel in Pa-ris, London und andern Beobachtungsorten, wo das Nord-licht nicht gesehen werden konnte, zur Folge hatten. Z. B.den 31. Oct. 1818 ein Nordlicht in Bishopweannont inEngland, den 17. Oct. 1819 eine Lichterscheinung in New-ton - Stewart daselbst, verbunden mit einer beträchtlichenAblenkung der Nadel des Obersten Beaufoy bei London ;den 14. Nov. 182 0 ein Nordlicht in St. Petersburg , das dieNadel in Paris merklich aus ihrer Stelle brachte; den 13.Febr. 1822 ein Nordlicht bei Invernefs in Schottland , undgleichzeitig eine Störung der Nadel Nachts um 1 1 Uhrin Paris *.

Eiuflufs der Wärme und Kälte auf dieMagnetnadel.

Obwohl die Wärme und Kälte der Luft in den gemäfsigtenKlimatcn auf die Richtung der Magnetnadel keinen bestimm-ten Einflufs auszuiiben scheinen, so sind sie denn doch we-gen ihres genauen Zusammenhanges mit Feuchtigkeit undTrockenheit der Luft einer genauem Berücksichtigung wür-dig , um so mehr, da in der Nähe eines der magnetischenPole, wo die directive Kraft der Nadel gering ist, ihr Ein-

1 Gilb. Ann. Bd. 3. p. 121.

2 Siehe: Aun.de Chiin. T. g, i5, 21 .