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A d h ä s i o u o.
Hiernach sind also die Resultate derjenigen Versuchenicht als rein anzusehen, welche man mit polirtcn Metall-platten anstellt, indem man sie mit einem Bindemittel, alsWasser, Oel, Unsclilit, oder einer sonstigen klebrigen Sub-stanz überzieht, dann über einander schiebt, und-die zumLosreifscn erforderliche Kraft nach dem Gewichte bestimmt.Wenn nämlich das Bindemittel erstarret, und als starrerKörper zerrissen werden mufs; so würde das Phänomenzur Cohäsion gehören. In der Regel ist dieses aber nichtder Fall, indem man die Platten meistens nur mit einemTropfen Oel zu überziehen pflegt, wonach aber eigentlicherdie Adhäsion tropfbarer Flüssigkeiten an festen Körpern,als der letztem unter einander in Betrachtung kommt, weilbei der Untersuchung der Adhäsion fester Körper diese ohnealles Bindemittel vereinigt werden müssen. Dennoch abermögen sie hier historisch erwähnt werden , da sie auf allenFall nicht zur Cohäsion zu rechnen sind. Bei der Bestim-mung der zum Losreifsen derselben erforderlichen Kraftmufs indefs die Stärke des Luftdruckes zugleich berücksich-tigt werden. Die bekanntesten Versuche dieser Art sinddiejenigen, welche Muschenbroek 1 mit Platten von 1,91 ßZ. rlieinl. Durchmesser anstellte, indem er sie erwärmte,mit Unsclilit bestrich, dann erkalten liefs, und durch Ge-wichte losrifs. Es*wurden hierzu erfordert in Pfunden
Platten von
Gewichte.
Luftdruck.
Adhäsion.
Glas -
130 —
41 —
89
Messing —
150 —
41 —
109
Kupfer —
200 —
41 —
159
Silber —
125 —
41 —
84
gehärteter Stahl
225 —
41 —
184
weichem Eisen —
300 —
41 —
259
Zinn •—•
100 —
41 —
5 9
Blei —
275 —
41 —
234
Wismuth —
100 —
41 —
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1 Institutiones physicae conscriptae in usus ncademicos aP. v. Mus-schenbroek.I., B. iy48. gr. 8 . p. 287 . Noch mehrere dort erzählte, et-was abgeänderte Versuche scheinen uns zur Erwähnung Dicht wichtiggenug. Vcrgl. P, v. Muscheuhrock lutroductio ad cohaerentiarn oorpo-rum firmomm; in Disscrtationibus physicis. L. li, 1717* P* 4 ao.