Band 
Erster Band. A und B.
Seite
206
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Adhiisioti

£en von Drnpnrraud prüft und zu widerlegen sucht: Link 1 2 ,Par rot 2 vorzüglich deswegen, weil eine dünne Schicht Oel oder ein dünnes Staniolblättchen als Unterlage unter denKampfer die Bewegung aufhebt, und andere.

Indefs steht auch dieser Erklärung ein von vielen nichthinlänglich gewürdigtes, aber dennoch unleugbares Pactumentgegen, nämlich dafs die kleinen Kampfertheilchcn einegleiche Bewegung auch auf trochiem Quecksilber zeigen, solange die Fläche desselben hinlänglich rein ist 3 4 , Dafs hier-bei die Erscheinung nicht dem Einflufs des Wassers beizu-messen sey, ergiebt sich mit Evidenz aus der minder leb-haften Bewegung auf einer benetzten Quccksilberlläche.Weil indefs die Bewegung nach einiger Zeit aufhört, unddann auch frische Kampfer Stückchen sic nicht zeigen, wiedoch wohl geschehen miifstc, wenn die Erscheinung eineFolge der Ausdünstung wäre; so behält die Hypothese im-mer viel für sich, welche die Anziehung der Wasser-oderQuccksilberlläche und zugleich der Luft gegen die feinenverdampfenden Partikclclien Kampfer als Ursache diesesPhänomens ansieht. Insbesondere sucht Carrauori* dieselbedurch eine Reihe von Versuchen zu unterstützen, welche ermit Phosphorstückchen auf einer glatten Quccksilberlläche an-stelltc. Anch diese bewegen sich drehend auf derselben, underzeugen im Dunkeln'einen Lichtschein, liegen aber still, so-bald die Oberfläche mit einer Ilaut überzogen ist. Hiernachsollen also auch die Kampferstückchen die Wasser - undQuecksilberfläche mit einem feinen Häutchen überziehen,wie ein Tropfen Oel , und sonach wäre auf allen Fall dieAdhäsion der Kampfertheilchcn an die Oberfläche des Was-sers oder Quecksilbers die Ursache des Phänomens. EinenBeweis hierfür findet Carradori ferner darin, dafs ein Tro-pfen Euphorbiensaft sich nicht auf der Quecksilberfläche aus-breitete, nachdem Phosphorstückchen darauf gelegen hatten,

1 G. XXIV. 128. XXVI. i 4 G.

2 Thcor. Phys. I. 85.

3 Prevost in Ann. de clum, XL. g.

4 Dru^natelli Gtoiualc fjuarto bim. T. III. p. 261.