Aeolusharfe.
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zwischen wurde dasselbe erst seit Fora allgemeiner bekannt'.Dieser soll nänilicli im Eustatliius gefunden haben, dnfs Sai-ten, vom Winde bewegt, harmonisch tönen, wodurch einschottischer Componist, Oswald, veranlafst wurde, einInstrument mit gespannten Saiten der Zugluft eines offenenFensters auszusetzen, und dasselbe auch wirklich tönenhörte. Im Allgcmcincnbedarf es blofs eines länglichten undschmalen mit einem dünnen Resonanzboden versehenen,hölzernen Kastens, auf welchen über zwei Stege an denschmalen Enden Darmsaiten (sogenannte a Saiten) gleichmäs-sig und nicht zu stark gespannt, und dem Luftzuge eines offe-nen Fensters ausgesetzt werden, um verschiedene consoni-rende Töne zu erhalten. Am vortheilhaftesten werden sioverfertigt, indem man auf einen Rahmen von nicht ästigentajmenen Brettern, etwa vier F. lang, oben G — 7 Z. unten4 — 5 Z. breit und 5 Z. hoch einen dünnen Resonanzbodenleimt, über zwei nahe an den Enden aufgestellte 0,75 Z.hohe Stege 6 — 10 der genannten Saiten gleichstimmendspannt, und dieses Instrument lothreclit in ein wenig geöff-netes Fenster so stellt, dafs die Zugluft schräg gegen dieSaiten stöfst. In den Oeffnungcn zugiger Thiirme oderSchlösser werden sie gleichfalls sehr vortheilhaft aufgestellt,und geben vorzüglich bei etwas stärkerem Luftzuge abwech-selnd die allcrschönstcn harmonischen Töne durch einezwei oder sogar drei Octaven. Meistens werden alle Saitengleich gestimmt, doch ist dieses nach verschiedenen Erfah-rungen nicht durchaus nothwendig. W. Jones construirteeine verbesserte Aeolusharfe, indem er die Saiten und denauf die gewöhnliche Weise mit einem runden Ausschnitteversehenen Resonanzboden inwendig im Kasten anbrachtc,auswendig aber noch einen Boden mit einem horizontalen Ein-schnitte befestigte, wodurch dieselbe tragbar gemacht wurde,und gegen den Wind bewegt oder gerichtet werden konnte.
Nach der Theorie des Klanges 1 2 ist es schwer zu erklä-ren , durch welche Ursachen ganz gleich gestimmte Saiten,
1 \V. Jones physiological disquisiliocs or disconrses on tlie naturalplnlosophy of die Kleinem*. I.ond. 1781. 4 ; Liclitcnb. Taschenbuch zumNutzen und Vergnügen. Gült. 1792. J>. l 37 —1*5.
2 S. Sc/tall.
I. Bil.
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