Band 
Erster Band. A und B.
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Antimon.

Es hat ein ausgezeichnet blättriges Gefüge, ein spec.Gew. von 6,700, ist sehr spröde und nicht sehr hart,schmilzt hei einer mäfsigen Rothglühhitze und verdampftin .einer höheren Temperatur.

Aufscr einem noch zweifelhaften Antimonsuboxyd, wel-ches am wenigsten Sauerstoff enthält, sind folgende 3 Oxy-dationsstufen des Ahtimon’s anzunchmen.

1 . Antimonoxydul (64 Antimon auf 1 2 Sauerstoff). Gelb-lich Wcifs, leicht schmelzbar, in höherer Temperaturverdampfend. Ans seiner Verbindung mit den Saurenentstehen die Antimonoxydulsalzc, welche, wenn sic imWasserlöslich sind, mit Zink einen schwarzen mctalli-,sehen, mit Ilydrothionsäure einen pommeranzenfarbigenNiederschlag geben, oft auch durch Verdünnung mitWasser gefüllt werden, und denen die Brechen - erre-gende Wirkung des Antimons in vorzüglich hohem Gradezukömmt. Die gebräuchlichsten Antimonoxydulsalzc sind:das liydrothionsaure Antimonoxydul (Mineralkermes) dashydrothionigsanre Antimonoxydul (goldfarbiger Spiefs-glanzschwcfeiy und das weinsaure Antimonoxydul - Kuli(Brechweinstein).

2. Antimouige Säure (6 4 Antimon auf 16 Sauerstoll).Sie bildet sich beim Verbrennen des Antimon’s an derLuft in Gestalt von weifsen Nadeln und Flocken (Spicfs-glanzblumcn), ist W'eder im Wasser noch in Säuren (aufscrin conccntrirter Salzsäure) löslich, und wird wegen ihrerFähigkeit, mit einigen Salzbaseu Verbindungen einzuge-hen, als eine sehr schwache Säure betrachtet.

3. Antimonsäure (64 Antimon auf 2 0 Sauerstoff). BeimGlühen des Antimon’s mit Salpeter bildet sich Antimon-sanres Kali, aus dessen Auflösung in Wasser mau durchSalpetersäure das weifse Hydrat der Antimonsäure nie-derschlagcn kann ; dieses liefert dann beim gelinden Er-hitzen die strohgelbe Antimonsäure. Dieselbe hat mitvielen andern metallischen Substanzen (Zinkoxyd, Queck-silberoxyd, Eisenoxyd, Chromoxydul, Zinnober u. s. w.)die Eigenschaft gemein, bei verschiedenen Temperatu-ren eine verschiedene Farbe zu zeigen, und zwar ist siein der Kälte strohgelb, wird beim Erhitzen pomeranzen-