Anziehung.
339
Sehr entscheidend ausgedrückt sind die Bestimmungen Par-Rot’s 1 , welcher Anziehung in der Entfernung als Ursacheder Gravitation, Anziehung in der Berührung oder Flä-chenanziehung als Ursache der Cohäsion und Adhäsion , Af-finität endlich als Ursache der Mischungen und chemischenVerbindungen unterscheidet.
Man darf diese letzteren Ansichten als insbesonderedurch eine genauere Feststellung der. allgemeinen chemi-schen Principien begründet und alhnälig von fast allen Phy-sikern angenommen betrachten, indem nicht immer genauangegeben wird, ob alle unter die genannten Arten der An-ziehung gehörigen Erscheinungen als Wirkungen einer ein-zigen, nur verschieden modificirten, oder an sich verschie-dener Anziehungen zu halten sind. Die meisten neigen sichindefs dahin, eine allgemein wirksame, aber verschiedenniodificirte Anziehung anzunchmcn, z. B. unter den älteniBüffon a , Prevost 3 , Burcmann 4 , Grossier 5 , Lf Sage 8 *Morveau 1 , Boscovich 8 , Erxlebex 9 ; später aber ins-besondere und am gründlichsten J. T. Mayer 1 ° , weichet*bestimmt hinzusetzt, die unmefsbar kleinen Attractionssphä-ren der Körpcrelemente, ihrer eigenen Gröfse proportional,möchten wohl ihrer Kleinheit wegen eine Prüfung des Ge-setzes der Abnahme im Verliältnifs des Quadrates der Ent-fernung nicht zulassen 1 1 . Ausführlich ist diese Frage fefr-jier behandelt durch Libes 1 a . In Gemäfsheit einfachermathematischer Demonstrationen folgert dieser 1. dafs das
1 Gnmdrifs d. theor. Phys. Leipz. 180g. I. 3 l. ff. iö8. ff.
2 Hist. Nat. des Quadrup. IV, 3 a.
3 Vom Ursprünge d. magnet. Kräfte, a. d. Fr. Ton Bourguet. Halle.'i 79 4 .
4 Kleine physiscli-chem, Werkfci III. 3Ö1.
5 Gren N. J. IV. 83 .
. • 6 Essay de Ckim. mec; im Anf.
y Grundsätze d. chem. Affin, herausgeg. Voll HefrmbsUedt, Barl. 179^
8 Phil. Nat. Theoria . Viennae 1794.
9 Anfangsgr. d. Naturl. Absch. VI. j. 18d<
10 Anfangsgr. d. Naturl. j, 58 . ff;
11 Com, Soci Gott. XVI. 33 .ü J. d. Ph. LIV. 5qi. 443*
Y 2