Band 
Erster Band. A und B.
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345
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Anziehung.

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Adhäsion der Körper unter sich und gegen andere eineVerschiedenheit der Materie und ein ungleiches Verhält-nis derselben zur Attraction und ihrer Limitirung. Be-rücksichtigt man aber noch aufserdem die eigentümliche,und nach bestimmten Gesetzen stets regelmäßige Form,worin die krystallisirlcn Körper gebildet und zerspaltenwerden, so kann man hiernach und nach den Erscheinun-gen der Lichtpolarisation und doppelten Brechung nichtwohl umhin, eine eigentümliche Form der Körpercle-mente und eine durch die Lage ihrer Axen, Pole und Flä-chen bedingte Anziehung sowohl überhaupt, als nament-lich bei der Krystallbildung anzunehmen 1 2 .

4. Hinsichtlich der chemischen Verbindungen ist zwar nichtzu leugnen, dafs auch diese auf eine gewisse Art der An-ziehung zurückgeführt werden können. Ob aber diesemit der allgemeinen, der Masse directe, und dem Qua-drate der Entfernung umgekehrt proportional wirkendenAnziehung identisch sey, ist eine andere, schwerlich zubejahende Frage. Die Unhaltbarkeit der BertholletseheuTheorie ist durch entscheidende Gründe dargethan. Wäresic indefs auch richtig, so würde doch aus der eigentüm-lichen Wahl der angezogenen Substanzen folgen, dafs dieAttraction nicht auf gleiche Weise allen in Conflict kom-menden materiellen Theilchcn eigentümlich sey. Wirmüssen daher auch hierbei annehmen, dafs individuelleAnziehungsgesetze (Wahlverwandtschaft) das allgemeineBestreben nach Verbindung modificiren, und wenn die che-mische Masse hierbei die Stärke der Anziehung bedingte,so würde man doch wieder auf eine eigentümliche Wir-kungsart zurückkommen müssen, indem ohnehin jedesmaterielle Element der allgemeinen Auziekung durch dioErde unterworfen ist *.

1 S. Kry st allhat ion.

2 Ueber Davv’s Hypothese, wouacti die Anziehung der verschiede-nen Körperelemente aus der bei ihrer Umihruug entstehenden ungleichenElcktricit.it erklärt werden still. Aun. de Glum. LXlll. 229 it. und dieAnhänger dieser Hypothese. S. Elcktruchctnhmus,