Band 
Erster Band. A und B.
Seite
344
JPEG-Download
 

344

Anziehung,

Wirkung, der Capillarattraction verschieden, also als einefür sich bestehende Kraft anzusehen scy.

Suchen wir nach allem diesen den Standpunct der Wis-senschaft für den gegenwärtigen Augenblick in Beziehungauf den vorliegenden Gegenstand festzustellen, so läfst sichFolgendes als ausgemacht annehmen :

J, Dafs Anziehungs - Aeufscrungen im Allgemeinen allerMaterie zukommen, ohne dafs sich bis jetzt darüber ent-scheiden läfst, ob dieselben von einer wirklich für sichbestehenden oder nur als solche denkbaren und dem Be-griffe nach unterscheidbaren Attractionskraft herrühren,oder in dem noch unbekannten eigentlichen Wesen derMaterie gegründet sind.

2. Dafs die Gravitation und die mit ihr dem Wesen nachidentische Schwere als einfache Wirkungen der Attra-cf.ion nach dem von Newton aufgestellten Gesetze anzu-sehen sind.

3- Die Erscheinungen der Cohäsion und Adhäsion las-sen sich auf allen Fall als Wirkungen einer Attractionbetrachten, welche ihrem Wesen nach mit der allgemei-nen Attraction in so fern identisch scyn mag, als mit ei-nem hohen Grade der Wahrscheinlichkeit, wo nicht derGewifslieit erwiesen ist, dafs die Durchmesser aller Kör-pcrelcmcnte, wenn gleich ungleich grofs, doch ver-schwindend klein sind, zugleich aber nicht in unmittel-barer Berührung mit einander, sondern in melsbarcm Ab-stande von einander sich befinden, insofern sie durchVerminderung der Wärme näher kommen: so dafs alsodie Bedingungen der Hypothese von La Place und desCalciils von Schmidt u. a. in dieser Hinsicht als zulässigerscheinen müssen. Weil jedoch aus einer allein undohne Modification wirkenden Attraction nicht blofs eineunendliche, sondern auch eine bei allen Körpern gleich-artige Dichtigkeit folgen würde, so niufs zur consequcntcnErklärung der Phänomene nicht blofs irgend eine Ursaclu?angenommen werden, wodurch die Attraction lirnitirt wird T ,sondern auch in Getuäfsheit der ungleichen Cohäsion und

l S. Abstofmri".