Band 
Erster Band. A und B.
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363
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Arneometer,

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nach' einem hinlänglich fein gethciltcn Mafsstabc aufgetragenwerden mufs.

Dafs man bei diesen früheren fehlerhaften Eintheilungs-arten fortwährend blich, ist in der That befremdend, daschon 1788 Vallm 1 die Unrichtigkeiten der gewöhnlichenAräometer, namentlich des Baume’schcn und Cariierscliennaebwies, und zugleich zeigte, dafs die Grade eines Aräo-meters nicht in einer arithmetischen Reihe zunehmen kön-nen, weil die Dichtigkeiten der Flüssigkeiten eine geome-trische lleihe bilden. Eine geometrische Construction derScalen, wonach er seine Aräometer graduirte, scheint un-beachtet geblieben zu seyn.

Bunteley’s Aräometer, verfertigt von Beck in Bern ,welches, als gleichfalls sehr bekannt, der Vollständigkeitwegen hier genannt werden möge, soll so construirt werden,dafs der Dichtigkeitspunct des Wassers mit 0 bezeichnet wird,ein anderer Fundamentalpunct aber, welcher einem spcc.Gew. = 0,850 entspricht, (wonach die Differenz also 0,1 5beträgt,) 3 0 Grade über diesem liegt, wozu noch 1 0 'gleicheCrade bis an das Ende der Röhre, also im Ganzen 40 Gradeüber 0 kommen; unter 0 aber erhält die Scale 80 den vo-rigen gleiche Grade 2 . In der wirklichen Ausführung wird,die Scale in zwei Theile getheilt, indem die eine die Gradefür leichtere Flüssigkeiten von 0 bis 4 0 aufwärts, die an-dere für schwerere von 0 bis 80 abwärts erhält. Der Vorzugvor dem Bcaume’schen bestellt in einer bestimmten Angabeder spec. Gew. durch die, ohnehin weiter abstehenden festenPuncte, weswegen auch für diese Scalen sogleich Tabellenüber die den Graden entsprechenden spec. Gew. hinzugefügtWaren.

J. B. Richter gründete die Construction seiner Aräo-meter auf den Grundsatz, dafs gleiche Grade zwischen zweifür genau bestimmte spec. Gew. gefundenen Pnncten dieDichtigkeiten unmittelbar angäben 3 . Hiernach verfertigte

1 J, de Pli. XXXTII. aii.

2 Trommsdorffs Journ, d. Pharm. VIII. 177. und IX. 17.

5 J. B. Richter über die neueren Gegenstände der Chemie. Brodau1795. N. V'. S. bi.