Band 
Erster Band. A und B.
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Araoometer.

Auf gleiche Weise unbeachtet oder minder gebräuchlich,als gerade die richtigsten Aräometer sind, ist auch die vor-treffliche Senkwaage von Thalles 1 . Sie ist im Wesentli-Fig.eben depi Fahrenheitschcn Aräometer nachgebildet, besteht80.aus einem hohlen, am besten gläsernernen, Körper A miteinem dünnen Stiele, welcher in die Flüssigkeit bis an einenbczcichnetcn Punct am letzteren eingesenkt wird. An deroberen Spitze des Stieles befindet sieh ein zweimal gebogenerfeiner Arm aaaa, an dessen unteres Ende eine kleine Waag-schale mit Gewichten p so aufgehängt ist, dafs das Instru-ment, gerade gerichtet, in dem cylindrischen Glase B schwimm t.Soll die Waage einen allgemeinen Gebrauch haben, so wirdder Glaskörper nebst Arm, Schälchen und Gewichten , womitdieselbebelastet werden nnifs, wenn der Glaskörper in rei-nem Wasser bei der Norinalteinpcratur bis an das Zeichenam Stiele einsinkt, gewogen, und dieses Gewicht ist die Ein-heit, welche, in das Gewicht, womit der Glaskörper in einerandern Flüssigkeit bis.eben dahin cinsinkt, dividirt, das spec.Gew. der letzteren bei der angenommenen Temperatur an-giebt. Ninnyt man daher das oben angegebene Totalgewichtdes Apparates als Einheit an, und verfertigt sich Gewichtsrtheilchen,. welche 0,00 t desselben ausniachcn, so erhältman auch hiermit das spec. Gew. der Flüssigkeiten ohne.Rechnung. Wiegt daher z. B. der Ajiparat ohne die Zulc-gegcwichte 5 2 0 Gewichltheilclieii, so dafs für das Schwim-men im Wasser nqch 4 80 zugelegt werden müssen, so istdas spec. Gew. .einer leichteren Flüssigkeit, hei welcher 2 0Gewichtthcilchen weggenommen werden müssen, =0,980;bei einer schwereren, wobei 3 5 zugelegt werden müssen,= J,035- Soll aber die Waage zur Bestimmung einer ei-gentlnunlicheu Gröfse, z. B. des Gehaltes von Alkohol imBrauntwcin, angewandt werden, so kann man hierfür dieZulegcgcwichte einrichten, und für jedes Exemplar im Vor-aus Tabellen , theils für die mit dem Gehalte der Mischungabnehmenden spec. Gew., tlicils für die veränderlichen Tem-peraturen entwerfen, wozu Tiuu.es zugleich mit der Bc-

i G. XXX. 384. XXXVW. 4oi. Hermbsliidi’* BiiHct. 1809. H. 143-Berlin . DcnkscU. l8o4 — 11. p. 05.