Band 
Erster Band. A und B.
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Aspecten.

Von diesem Glauben an den Einflufs der Constellationonauf irdische Erscheinungen hat sich die Meinung, dafs einEinflufs auf die Witterung und auf die Krankheiten desmenschlichen Körpers statt finde, noch bis auf unsre Zei-ten erhalten. Was den Einflufs, namentlich der Mondspha-sen, auf die Witterung betrifft, so ist darüber zwar vielesfür und gegen gesagt worden; wenn man aber mit einigerSorgfalt die an mehrern Orten angestellten Wittern ngs-beobnehtungen vergleicht, wenn man sicht, dafs nur in un-gemein seltnen Fällen das Eintreten andrer Witterung soentschieden an einem Tage in weit von einander entferntenGegenden erfolgt, und dafs meistens der Uebergang vontrübem zum heitern Wetter und umgekehrt, selbst in nichtsehr entfernten Gegenden Deutschlands am einen Orte einigeTage früher, am andern Orte einige Tage später merklichwird; so kann man kaum noch zweifeln, dafs der Einflufsvon Neumond , Vollmond u. s. w. sehr unbedeutend seyumuf» 1 * . Auch sind die Wctterprophczeihendcn selbst un-eins, ob der Tag des Neumonds, oder der Tag, welcherihm 3 Tage vorangeht oder ilun 3 Tage folgt u. s. w. derwirksamere sey. Die Zusammenkünfte und Gegenscheineandrer Planeten haben gewifs gar keinen Einflufs *. Ebenso scheint auch der Einflufs auf den menschlichen Körper,nach dem Zeugnifs vieler erfahrner Aerztc, mit gutemGrunde geleugnet werden zu können 3 .

Von dem Glauben an einen Zusammenhang zwischender Stellung der Gestirne und den Schicksalen der Menschenoder den grofsen Weltbegebenhciten, meinten wir vor kur-zem ganz zurückgekommen zu seyn; aber seit Pr aff in Er-langen die wichtige Entdeckung bekannt gemacht hat, dafsNapoleons Tod (am 5. Mai 182l) mit der in eben dem Jahre

1 Brandes Beiträge zur Witterungskunde. S. 281.

3 Ellingers Beiträge über den Einflufs der Himmelskörper auf unsreAtmosphäre (München 1814) beweisen keinesweges einen solchen Einflufs,und Haberle’s gauz unbegründete Weucrprophezeihuugeu ^aus denConrtellationen sind längst in Vergessenheit geratben.

3 Die Gründe für dicseBehauptnng und die hiehcr gehörigen Schrif-ten theilt Klose mit. Klose’s allgemeine Aetinlogie der Krankheitendes menschlichen Geschlechts, Leipzig 1822. S. 212.