Band 
Erster Band. A und B.
Seite
427
JPEG-Download
 

d 8 r S it u g e t ii i e r e.

427

flufs der Nerven auf die Respiration aufhob durch Abschnei-den des Kopfes nach vorangegangener Ligatur, oder durchEinirnplen von Wooraragift oder Bittermandelöl, und dasAthinen durch Einblasen von Luft mittelst einer Federharz-flasche unterhielt, so wurde hier ungefähr dieselbe Mengevon Sauerstofl’gas verschluckt und von Kohlensäure erzeugt,wie beim gesunden Thiere, das Herz schlug regelmäßig,doch etwas langsamer, als im gesunden Zustande, und dasschwarze venöse Blut wurde ebenfalls in rotlies arteriellesverwandelt — allein das Thier erkaltete schneller, als einauf dieselbe Weise aspliyxirtes Thier, bei dem man nichtdie künstliche Respiration hervorbrachte, und mit dem Er-kalten stockte der Blutumlauf. Durchschneidet man nachCiiaussat bei einem Hunde das Hirn beim Pons Varolii, oderden obern Theil des Rückenmarks, oder betäubt ihn durcheine Contusion gegen Scheitel und Hinterhaupt, oder be-täubt ihn durch, in die Venen injicirten Opiumabsud, sofährt der Hund meistens zu athmen fort, oft lebhafter alsim gesunden Zustande (wo der Hund nicht athmete, wurdedie Respiration durch Einblasen der Luft künstlich unterhal-ten); auch ist der Blutumlauf im Anfang rascher, als im gesun-den Zustande. Dcmungeachtet erkaltet der Hund genau ebenso rasch, als wenn er ganz todt wäre, d. h. in der erstenZeit in jeder Stunde um 2,45° C.; und bei einem gewissenGrade der Erkältung hören diese Functionen auf und derTod tritt ein. (Hält man einen Hund so lange in kaltemWasser, bis er bis auf 26 bis 17 ° erkaltet ist, so stirbt erebenfalls.) ■— Durchschncidet man das Rückenmark weiterunten, als wo der Sympathicus maximus entspringt, oderdurchneidet man den Nervus vagus , so erfolgt die Erkal-tung viel langsamer, Beweis, dafs hier noch Wärme erzeugtwird, aber weniger, als zu gleicher Zeit entweicht.—Exstir-pirt man die capsula suprarcnalis, auch nur auf einer Seite,wobei der Sympathicus maximus verletzt wird, bevor er inden Plexus semilunaris gelangt, so erkaltet das Thier in je-der Stunde um 1,9° C. und stirbt in 10 Stunden. Unter-bindet man die Aorta da, wo sie dnrch's Zwcrgfell tritt, soerkaltet das Thier wie im getödteten Zustande um 2,4° C.in 1 Stunde. — Hieraus folgert Chau.sjart, daf» die W*r-