Bestuudtlioile. Kohlensäure. 4(33
Substanzen, insbesondere der Gewächse, durch die verschie-denen Gälirungcn u. s. w. wird indefs eine solche Menge er-zeugt, dafs sic sich überall, auch selbst in gröfseren Höhenfindet. Ehemals gab man die Menge derselben viel zu groJsan. Gehler 1 z. B. nennt des Ganzen, Girtanner nachSchätzung 0,01. Der erste, welcher dieses genauer unter-suchte, war v. Humboldt, welcher vermittelst eines eigendszu diesem Zweck erfundenen Messwerkzeuges, des Ani/tra-koTneters , die Menge derselben zwischen 0,018 und 0,005fand*. Die späteren Angaben sind in der Regel geringer,und Berzelius 1 bestimmt diesen Antheil im Mittel nur zu0,001, welches auch als richtig angesehen werden kann,wenn nicht örtliche Einwirkungen eine Vermehrung diesesAntlieils herbeigefiihrt haben. Dalton 4 giebt ihre Mengenoch geringer an, nämlich nur = 0,00071, wogegen aberThomson 1 2 3 4 5 6 sehr richtig bemerkt, dafs diese Gröfse, durchVersuche mit Kalkwasscr gefunden, wahrscheinlich zu kleinist, und man im Mittel 0,0öl annchmen mufs. Dieses giltindefs nur von reiner atmosphärischer Luft, wie sie sichüber dem Lande befindet, das Meer aber entzieht nach Ver-suchen von Vogel 0 über der Ostsee und iin Kanal beiDieppeangestellt, der Atmosphäre die Kohlensäure so stark, dafskaum eine Spur davon zurückblcibt. In Zimmern dagegen,welche mit Menschen erfüllt sind, in Krankensälen, Schlaf-kammern u. s. w. ist ihre Quantität gröfser, wie z. B. inder Luft aus den Hospitälern in Cork 0,01 Kohlensäure mehr,als in der des Observatoriums daselbst 7 , und in einem Saale,worin 200 Menschen 2 Stunden geatlnnet hatten, durchDalton 8 0,01 gefunden wurde. In Kellern endlich oderin Gewölben, in denen diese schwerere Gasart niedersinkt,insbesondere wenn Weine und sonstige gährende Substanzen
1 II. 3 g 6 .
2 Vers, über d. clieiu. Zerlegung d. Luftkreises. G, IV. 79.
3 Chemie. I. 2*0.
4 PhiL Mag. XXIII. 554 .
5 Syst, de Chim. III. 222,
6 G. LXXIL 277.
7 Ann. of Phil. XI. 2l4.
S Manchester Mem. New Ser. I. G. XXVII. 583 .