Band 
Erster Band. A und B.
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Atmosphäre dev Evile.

das Clilorgas aus den Flaschen mit Wasser einzuathmen,weil sonst leicht gefährlicher, selbst tödtlicher Bluthu-sten entstehen kann. Diese und einige andere Gefahrenwerden vermieden, wenn man4. nach dem Vorschläge des Apotheker Siegel in München Kugeln und Kochsalz, calcinirtem Eisenvitriol, Braun-stein und Lehm bereitet, mäfsig trocknet, und dann ineinem Tiegel in Kohlen glühet, wodurch die gasförmigeSäure frei wird, und sich in den zu reinigenden Räumenverbreitet. Noch ist indefs im Allgemeinen zu bemerken,dafs diese Räucherungen auf keine Weise in Zimmern an-zuwenden sind, wo Kranke an Lungenübcln leiden, undüberhaupt dürfen sie nicht so stark angewandt werden,dafs sie zum Husten reizen.

Als zweckdienliches Mittel, um die widerlichen Gerüchefaulender thicrischcr und vegetabilischer Stoffe zu ncutrali-siren, lassen sich mehreren Zeugnissen zufolge, z. B. vonBonefos 1 * , Giraru 2 u. a., desgleichen vorzüglich zur Zer-setzung des Schwefelwasserstoffgas in Cloaken 3 die Guyton-achen Räucherungen allerdings mit grofsem Nutzen anwen-den. In dieser Absicht, und zugleich zur Minderung derAnsteckung wurden sie mit Erfolg von Descenettes im Mi-litärhospital zu Paris angewandt 4 , von Hedouin im Ge-fängnisse von Mont - Saint-Michel 5 , von Laeoiuje im Hos-pitale zu Anvers 6 7 , von Bratiiwaite in den Hospitälern zuLondon 1 , von Lodibert im Hospitale des Fort Ramekeuauf Walchern 8 , von Bard im Militärlazarcthe zu Büaune 9 10u. a. m. 1 ° Am auffallendsten aber ist, dafs der spanischeArzt D. Michael Cabanellas mit 50 Individuen in Anti-

i Ann. de Chim. LVII. i84,

a lb. LXXXIII. 281.

5 G XXL 4 7 o.

4 Ann. de Chim, LVIL 187.

5 Ann. de Chim. LXII. n3.

-6 Anu. de Chim. LXIX. 64.

7 Phil. Mag. XVIU. 127.

8 I.odibcrt Essay de Thymiatecbnie m^dicale. Par. 1808. p. 16.

9 Bibi. mJdir. 1Ö15 Jul.

10 Eibl. medicale XX. 125. XXIV. 4i3. Vergl, G. XLI1I, 1 ff.