Band 
Erster Band. A und B.
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ß c s t a n d t h e i I e. M i s in e n.

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sehen (Jesetzen zuwider, in beiden eine gleiche Mischlingfanden. Ueberhaupt ist schon unter dem Artikel: Adhae-s/e/i gezeigt, wie mächtig diejenigen Körper, selbst äufsererHindernisse ungeachtet, sich mit einander vereinigen, wel-chen ein Bestreben nach gegenseitiger Verbindung eigen ist,so dafs daher in einer mit Sauerstoffgas gefüllten Thierblasenach 2 4 Stunden blofs atmosphärische Luft mit einem ge-lingenUeberschusse vonSauerstofTgas gefunden wird. Indemaber auch Weingeist und Wasser sich durch die stärkstenThierblasen mit einander verbinden 1 , so beweisen jene Er-scheinungen allerdings die Möglichkeit einer stets glcichmäs-sigen Mischung der atmosphärischen Luft, keineswegs aber,dafs sie eine chemische Verbindung sey.

Einen andern Grund, welchen man zur Unterstützungder Meinung angeführt hat, dafs die atmosphärische Luftein Stickstoffoxyd scy, nämlich dafs sie genau aus 4 Mafs-theilen Stickstoflgas und einem Mafsthcile Sauerstoffgas be-stehe, mithin halb so viel Sauerstoffgas als das Stickstofloxy-dul enthalte, läfst Berzelius seiner Gewichtigkeit ungcach •tet, nicht gelten. Wäre nämlich die Folgerung richtig, sogäbe die atmosphärische Luft das erste Beispiel ab, dafs einmechanisches Gemenge dieselben Eigenschaften hätte, alseine chemische Mischung. Wenn man nämlich 4 Th. Stick-stoffgas und 1 Th. Sauerstoffgas mit einander mengt, so kanndieses nichts anders als ein Gemenge, und keine chemischeMischung seyn, weil sich keine Veränderung weder der Tem-peratur noch des Volumens zeigt, und doch hat dieses alleEigenschaften der atmosphärischen Luft. Wenn mau end-lich Stickstoffoxyd (Salpetcrgas) mit atmosphärischer Luft inBerührung bringt, so entzieht erstercs der letzteren allesSauerstoffgas, und vci'wandclt sich in salpetrige Säure, liiermüfste also der Fall cintreten, dafs ein höheres Oxyd eingeringeres, ohne Mitwirkung eiucs andern Körpers oder ei-ner sonstigen Potenz reducirte, wofür es in der Chemie keinanderes Beispiel giebt. Wenn man sonach also berechtigtist, die atmosphärische Luft für ein Gemenge anzuscheii,so darf man dabei nicht unberücksichtigt lassen, dafs das

l S. Adhaesiort.