Band 
Erster Band. A und B.
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Daltonscbes Gesetz;

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aus, und nicht mit gleicher Schnelligkeit als in luftleeren?Wie ist es möglich, dafs namentlich die Kohlensäure in Ci-sternen, Kellern u. s. w. bei mangelndem Luftzuge so langeverweilt?

Aufser dieser, mit Dai.ton’s Theorie durchaus unver-einbaren Thatsache ist dieselbe aber au sich weder zulässignoch viel weniger nothwendig. Dafs der Wasserdampf inder Atmosphäre nicht aufgelösct scy, mufste man bald fin-den, und die Thatsache, dafs in luftleeren Raume keinegröfsere Quantität desselben vorhanden scy als im lufter-fiillten, fiel sowohl andern Physikern, als insbesondere auchD altojt auf, vermochte aber den letzteren zwar scharfsinni-gen, aber in seinen Schlüssen leicht voreiligen Physiker zurGründung einer in sich selbst unhaltbaren Theorie. Dieserbedürfen wir übrigens nicht, um das Verhalten der Gasartengegen einander zu begreifen. Legt man nämlich dieienigo(allerdings nur hypothetische, aber mit allen Naturgesetzeniut Einklänge stehende) Vorstellung zum Grunde, welchezuerst J. T. Mayer* äufserte, demnächst Dalton * vorzüg-lich hervorhob, neuerdings La Place 1 2 3 sinnreich mit denallgemeinen Naturgesetzen verflocht, so folgen die sonstauffallenden Erscheinungen hieraus von selbst. Nach derDarstellung des letzteren bestehen alle Gasarten aus Mole-ciilen, welche der Anziehung der umgebenden Molccülen,der Anziehung des Wärmestoffcs dieser Molecülcn, und derAbstofsung ihres eigenen WärmcstofTes gegen den der umge-benden Molccülen unterworfen sind. Sind also Gasartenoder Dämpfe sich selbst im freien Raume überlassen, sowerden ihre Molecülcn durch die Repulsion ihrer eigenenWärmestoflatmosphären sich so weit entfernen, oder aberdie Gasarten werden sich schnell frei und ungehindert soweitausdehnen, bis ihre spccifische Elasticität als Wirkung derWärme mit der Attraction der Molccülen unter sich oder ge-gen einen sonstigen anziehenden Körper, z. B. die Erde, insGleichgewicht kommt. Werden aber Gasarten zusammeu-

1 Gren J. VII. 216. 377. Vergl. Abstofsung.

2 System. I. i 4 i.

3 Aua. de Cliim. XXI. 22. Vergl. XVIII. 27 3 . Mec. cel. V. 87. 92.

I. Bd. I i