Band 
Erster Band. A und B.
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Farbe.

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tijigirt seyn, und obgleich für kleinere Raume völligfarblos, doch für gröfsere blau erscheinen, genau wioschwach gefärbte Glasscheiben auf ihrer Fläche betrachtetweil's, von der schmalen Kante gesehen dagegen gefärbterscheinen. Genau genommen fällt diese Erklärung mitder vorigen zusammen, denn mit wenigen und leicht zuerklärenden Ausnahmen reflectiren gefärbte Körper dasnämliche Licht, welches sie durchlassen, und es müfstedaher sowohl das durchgehende, als auch das rcflectirteLicht blau seyn, wenn die Luft wirklich diese Farbe be-säfse. Als Anhänger dieser Hypothese können unter an-dern Behzelius 1 2 , Scholz 2 u. a. genannt werden.

Auch gegen diese Hypothesen giebt es bedeutende Gegen-gründe. Vorerst kann die blaue Farbe des Himmels aufkeine Weise von den Dünsten der Atmosphäre hergeleitetwerden, indem diese im vollkommen expandirteil Zustandesich gegen das Licht genau so als wie die Luft verhalten,sind sie aber niedergeschlagen, so machen sie die Atmosphäremilchig und trübe, bilden Wolken von verschiedener Dickeund heben hierdurch die Bläue auf. Sollte aber die Atmo-sphäre die blauen Strahlen reflectiren, so müfste sie selbstgefärbt seyn, am natürlichsten blau, auf allen Fall durcheine Farbe, weil es zwar wenige, aber doch einige, Körpergiebt, welche ein anderes Licht zurückstrahlen als sie durch-lassen, aber keinen, welcher, selbst völlig farblos, farbigeStrahlen zurückwürfe. Aufserdem streitet diese Behauptunggegen sich selbst, indem sie voraussetzt, dafs die Lichtstrah-len , wie es bei der atmosphärischen Luft nothwendig ist,tief in den modificirenden Körper eindringen, hierdurch zurFarbenbildung modificirt werden, und nach der Reflectiongefärbt, aber nach dem Durchgänge unmodificirt und farbloserscheinen. Die Atmosphäre aber mit Euler für gefärbt zuhalten, ist deswegen nicht möglich, weil sie sonst den durch-gehenden Lichtstrahlen gleichfalls einen blauen Schein, undzwar einen tief blauen mittheilen müfste, nach der Tiefe ih-rer eigenen Färbung zu urtheilcn. Namentlich müfsten die

1 Lehrbuch der Chcra. I. 267 .

2 Physik p. 4o8,