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Atmosphäre der Erde.
2. Die zweite Hypothese ist von Nbwton 1 und hat, einigeModificationen mitgerechnet, die meisten Anhänger erhal-ten. Hiernach sollen die feinen Theilchcn der Luft dieKraft haben, blofs die brechbarsten Strahlen, die blauenzu reflectiren, nicht aber die übrigen farbigen *. Unterdie Anhänger dieser Theorie gehört vorzüglich Melviele i * 3und Bouguer 4 wovon ersterer zugleich die Dünste in derAtmosphäre zu Hülfe nimmt, letzterer aber die Brechungder blauen Strahlen durch die Theilchen der Luft selbstgeschehen läfst. Am meisten ist diese Erklärung durchNollet 5 6 bekannt geworden, welcher gleichfalls behaup-tet, dafs die Lufttheilchen die übrigen gefärbten Licht-strahlen das von der Sonne gegen die Erde, und von die-ser wieder gegen die Atmosphäre geworfenen Lichtesdurchlassen, dieblauen aber reflectiren, und nachher nochmehr durch v. SaüssÜre und dessen zahlreiche Beobach-tungen mit dem Kyanometer 4 . Auch Thomson 7 8 ist Mcl-ville’s Ansicht zugethan, indem er die Luft selbst fürfarblos hält, die blaue Farbe aber durch die Dünste in derAtmosphäre vermittelst der Reflection entstehen läfst.Man kann als Anhänger dieser Hypothese auch diejenigenPhysiker zählen, welche die blaue Farbe von der Brechungableiten, wie Scheiter 8 , welcher als Argument nochhinzusetzt, dafs die brechbarsten blauen und violettenStrahlen fast die Hälfte des Spcctrums einnehmen.
3. Eurer 9 ist der Urheber einer d.ritten Hypothese, welchevon den meisten Physikern uach ihm angenommen wurde,und neben der vorigen noch gegenwärtig die meisten An-hänger hat. Hiernach soll die Luft selbst schwach blau
i Opt. L. II. p. i. prap. 5,
3 Huttern Dict. II. 4o3.
3 Edinb. Essays, {I. y5.
4 Traitd d’ Op'.ique p. 36ä.
b Legons de Ph. VI. ij.
6 J. d. Ph, XXXVIII. ig 9 .
7 Systir.ie de Chipu. III. aoa,
8 J. d. Ph. XXYl. i 7 5.
9 Briefe ühr r verschiedene Gegenstände aus der Naturlclire ubers.von Kries. l>'ipz. 1793 . I. 177. Eabeb. Nov. Act. Pet. II. a63. ist dernämlivhei} .vleiimng.