Band 
Erster Band. A und B.
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Atmosphäre der Sonne.

4. Wenn die Luft die rothen Strahlen mein.’ durcliliefse, dieblauen mehr reflectirte , so miifste man dieses beim Durch-gänge des Lichtes wahrnehmen. Bei stärkerem Lichte derSonne und des Mondes würde dieses zwar nicht bemerk-lich seyn, wohl aber beim matteren Lichte der Planeten,vielleicht auch der Fixsterne. Allein Jupiter, Venus undSirius erscheinen im weifsen, sanften, eher etwas bläu-lichem Lichte. Hiergegen läfst sich jedoch einwenden,dafs es ein Unterschied sey, ob das Lieht zuerst in diedünneren Schichtender Atmosphäre dringe, oder von dendichteren in gröfserer Nahe der Erde rellectirt werde.

5. Wenn die Atmosphäre wirklich blaues Licht, noch dazuvon der Tiefe, wie dieses oft der Fall ist, reflectirte, somüfste eine solche Färbung bei Gegenständen zumVorscheinkommen, welche blofs durch das, von der Atmosphäre re-flectirte Licht beleuchtet werden, z. B. in Zimmern nachNorden in ebenen Gegenden. Hiervon zeigt sich aber nir-gend eine Spur. Ist aber die Luft nicht selbst gefärbt, undwiderlegt insbesondere dieses letztere Argument die Re-flcction des blauen Lichtes einzig oder nur vorzugsweisedurch dieselbe, so ist es kaum möglich, eine andere Er-klärung der Bläue des Himmels anzunehmen, als dieseFarbe eben wie der gefärbten Schatten für subjcctiv zuhalten.

Dafs übrigens die Atmosphäre Licht rellectirt und nichtabsolut durchsichtig ist, bringt den Menschen unglaublichenNutzen. Ohne diese Eigenschaft nämlich würden wir an al-len den Orten nicht sehen, welche blofs durch das von derAtmosphäre reflectirte Licht erleuchtet werden, und dergrelle Abstand zwischen dem absoluten Schwarz des leerenRaumes und den hellen Lichtstrahlen würde das Auge unge-mein ermüden, vielleicht sogar seine Sehkraft zerstören.

M.

Atmosphäre der Sonne.Atmosphaera solaris ; Atmosphere solairc. Dafs dieSonne mit einer feinen Materie umgeben sey, die ohne Zwei-fel durch die anziehende Kraft an ihrer Oberfläche festge-halten wird, hat man seit der Entdeckung des Thierkreislich-