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Auge.
Hoch teilen Arterien - und Venen-Zweigen der Choroitlcabestehendes Gcfäfsnctz, welches gleichsam eine besonderefeinere Schicht auf der inneren Gcfäfsliaut bildet, abernicht wirklich getrennt werden kann, oder nur ein Nie-derschlag des schwarzen, durch Maccration abgesondertenPigments 1 2 . _
Die innere Seite der Aderhaut ist mit einer schwarzen,schleimartigen Substanz, pigmenium nigriim, überzogen,welche sich leicht mit dem Finger oder einem Pinsel weg-wischen lädst, als ein Absondcrungsproduct der Gcfäfsliautzu betrachten ist, und aus Kohle mit etwas Eisen bestellt x .Sie dient dazu, die durch die Seitenwände entstehende Rc-flection des Lichtes zu hindern, fehlt aber hei den sogenann-ten Kakerlaken oder Albiuo’s 3 , ist bei den Mohren schwar-zer als bei den Europäern, und wird im hohen Alter insBräunliche gebleicht. Es ist dieses ein wesentlicher Be-standteil des Auges, welcher nicht blofs von der Choroideaabgesondert wird, sondern auch von den Ciliarfortsätzen undder Traübenliaut, auch rührt die braune Farbe der iiinernSeite der Sklerotica gleichfalls von derselben her 4 . Schonim Embryo findet sich dieses Pigment, fehlt aber für immer,wenn in jener frühesten Lebensperiode die Absonderung ge-hindert wurde. Im Fall eines gänzlichen Mangels derselbenist die Pupille dunkelroth, die Iris blafsroth , bei wenigemPigment ist jene rotli, diese violett, bei grofser Menge der-selben, wie z. B. bei den Bewohnern südlicher Gegenden istdie Iris schwarz. In frühester Kindheit ist die Absonderungdes Pigments reichlicher, und da die Sklerotica dann zuwei-len vorn durchscheinend ist, so erhält sie hierdurch die heiKindern vorzüglich merkliche schöne bläuliche Farbe. Beieinigen Säugetieren findet man auf dem Grunde der innernF'läche der Aderhaut eine lebhafter gefärbte und etwas me-tallisch glänzende Stelle, das Tapetum clwroideae. Ein
1 IUdolphi Pliysiol. II. 174.
2 Klsaesser <le pigmento oculi nigro. Tul>. 1799. 8. Dissert. inang,chemico- pliysiol. sistens iudagationcm cliemicam pigmenti nigri oculo-mm cet. auct. L. Gmelih. Gott . 1812. 8. Scliweigg, J. X. 507.
5 Glumenbacli de oculis Lcucat'lliiop, et mulu iridis, Gott . J —SG. *.
4 Gmf.lin a, a, Ü.