Hüuto desselbeu.
537
wcgt wkil. Indcfs ist die Pupille einiger Tliicre nacli derEntdeckung von Monro und Porterfiei.d 1 und den Beob-aclitungcn von Foxtana 3 u. a. 1 2 3 allerdings beweglich, wiodieses namentlich hei den Papageien, Nachteulen und andern!Vögeln keinem Zweifel unterliegen soll 4 5 . Roose nimmt diewillkührliche Beweglichkeit der Iris als Ausnahme bei eini-gen Menschen an, und will sie bei dem Dr. Kühne oft beob-achtet haben 5 , Purkinje 6 7 aber versichert, die Fertigkeit zubesitzen, ins Leere sehend seine Pupille willkührlich verän-dern zu können. Indcfs bestreitet Treviranus 1 nicht blofsdieses, sondern auch die willkührliche Bewegung bei denVögeln, indem er jene Erscheinung davon ableitet, dafs Pur-kinje sich Gegenstände in verschiedenen Entfernungen den-ke , und gleichsam fixire, wonach sich die Pupille dann cin-richte, diese aber auf den Wechsel der Furcht, des Schre-bkens u. s. w. zurückführt 8 .
Die Pupille zieht sich durch den Reiz des Lichtes zu-sammen, erweitert sich dagegen im Dunkeln. Beides, haupt-sächlich aber das Erweitern, erfolgt beim Anfänge der Am-aurose, bei Apoplcxieen, Krämpfen, plötzlichen Gemiithsbe-wegungen, krankhaften llirnaflectioncn, durch den Gebrauchdes Opiums, der Belladonna 9 u. dgl. m. Ueber die Aetiolo-gie. dieser Zusammenzichung, insbesondere durch den Licht-reiz, herrschen unter den Anatomen verschiedene Meinungen,'obgleich cs als entschieden angesehen wird, dafs der Eindruck
1 Essays. II. 147.
2 Dei uiodi «leir Irlde. 1765. 8.
5 Harles und Hilter Neues Journ. d, ausländ. niedie. chirurg. LiU1806. IV. 2.
4 Blumexbach de oc. Leucaeth. p. 24 . Kieser in Ilimly’s oph-tlialin. Bibi. II. St. 3 . p. 95.
5 Grundzüge d. Lehre von d. Lebenskraft, von T. G. A, Roose.2(e Aull . Gült. 1800. 8. p. io 5 .
6 Beiträge zur Kenntnifs des Sehens in subjectiver Hinsicht. Prag 1819. p. ia 3 .
7 Biologie oder Philosophie der lebenden Natur. Bd. VI. p. 4 y 3 .Gott . 1822.
8 Die rein physiologische Streitfrage selbst kann hier nicht ent-schieden werden.