Band 
Erster Band. A und B.
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Auge.

etwas stärker anhängc, uiul die zarte Ncrvchhaüt mit weg-lielime, welches mit Rudolmi’s 1 Ansicht überciiistimmt, in-dem dieser aus triftigen Gründen glaubt, dafs die Oelfnungbeim Zergliedern durch Zcrreifsen entstehe, weil hier dieMarkhaut ausnehmend zart ist. Die Färbung des Flecksist hei Kindern heller, "wird dann dunkler, aber im höhe-ren Alter wahrscheinlich wieder heller.

Mitten durch dcnNerv läuft die Central-Arterie dessel-bqn, breitet sich in zahlreichen Blutgefäfscn über die innereFläche der Nervenhaut aus, und sendet eine Menge Gcfäfsein den Glaskörper. Ob an der äufsern Seite der Netzhaut,zwischen dieser und der Aderhaut noch eine feine Haut exi-stire, wie Jacob i 2 gefunden haben will, müssen künftigeUntersuchungen entscheiden.

Nach Baum 3 ist der Sehnerv aus vielen Bündeln äus-serst feiner Fibern zssammengesetzt, welche aus kleinenKügelchen gebildet seyn sollen. Letztere sind nach ihmdurch eine gelatinöse, im Wasser leicht lösliche SubstanzVerbunden, und ihr Durchmesser wird zu ? bis -j^'-j-^stelengl. Z. angegeben. Auch die Retina, eine Fortsetzungdieser Bündel, besteht aus Kügelchen zu Fasern verbunden,welche vom Ende des Sehnervs aus sich strahlig ausbreiten,gegen den Umfang hin verschwinden, und sich in eine feinellaut endigen. Sie ist gleichfalls mit zahllosen Arterienund Venen durchweht.

6. An der vordem Fläche des Glaskörpers befindet sich einzartes, schwarz gefärbtes Häutchen, welches ringförmigdie in ihre Kapsel eingeschlossene Krystalllinse umgiebt,und Ciliarkranz , Strahlenplättchen , ZinnischerGürtel , (lamina ciliaris, zonula Zinnii) genannt wird 4 .Es ist dieses eine eigene, für sich bestehende Haut 5 ,welche in die Nervenhaut eingesetzt ist, und diese aus-gebreitet erhält. Sie ist mit ihrer inneren Fläche locker

i Schriften der Bert. Acad. 1816 u. 17. p. i 35 Physiol. II. 176.

3 Annals of philos. 1818 N. 67 p. 74. Phil. Trans. 1819. II. 5 oo.

3 Phil. Trans. 1821. I. 25 .

4 Beer Ansicht der stapbylomatischen Metamorphose. Wien i 8 o 5 ,

5 Rudolphi Diss. de oculi quibusdam partibns. Gryphisw. 1801. 4 .Anatom, physiol. Abh. p. 20.