Band 
Erster Band. A und B.
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Flüssigkeiten desselben.

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an die Glashaut befestigt, vorn befindet sieb jedoch zwischenihr und dcrLinscnkapsel der von Petit 1 zuerst entdeckte,und nach ihm benannte kreisförmige Canal, hinter welchemder Rand des Ringes an der Linsenkapsel befestigt ist. Seineäufsere Fläche zeigt schwache, strahlenförmige Vertiefun-gen, in welche die Ciliarfortsätze befestigt sind. Die wich-tige Bestimmung dieses Ringes ist, die Nervenhaut ausge-breitet zu erhalten, den Glaskörper mit der Linsenkap-sel und die Ciliarfortsätze zu befestigen, und in ihrer ge-hörigen Lage zu erhalten.

Aufscr diesen Theilen gehören wesentlich zum Auge nochdrei verschiedene Flüssigkeiten, die wässerige Feuch-tigkeit, die Kry'&tall/inse und der Glaskörper. Dieerstcre 10 ; h befindet sieb zwischen der Hornhaut vor undhinter der Iris bis an die Linse; die Krystalllinsc 11; i liegthinter der wässerigen Feuchtigkeit im vorderen und mittlerenTheile des Auges; der Glaskörper 1 2 ; m nimmt den gröfs-ten, hinteren Theil des Augapfels ein. Nimmt man die Axedes -Auges als Einheit an, so kommen hiervon beim Menschenauf die wässerige Flüssigkeit auf die Krystalllinscund auf den Glaskörper Anders ist dieses Verhältnifs

bei verschiedenen filieren 2 .

1 . Die tvässerige Feuchtigkeit (humor aqueus, humeuraqucuse)ist eine wasscrhelle, färben-und geruchlose, durchdie Iris in zwei ungleiche, im Verhältnifs von 2 : 1 stehendeAbtlieilungen getheilte Flüssigkeit, deren spec. Gew. nachCiienevix 3 = 1,0053, und deren Menge beim erwachse-nen Menschen 6 bis 7 Tropfen betragen soll. Sie bestehtaus Wasser 98,1 0, milchsauqrn 4 und salzsaucrn Alkalien1,1 5, Natron mit speichelstollartiger Materie 0,75 und einerSpur Eiweifsstoll 5 . Sie liegt wahrscheinlich völlig einge-schlossenin einer höchst zarten Haut (T. liyaloidea), welche

1 Mein, (le l’Acad. 1726. p. 80.

2 CeviER Anatomie compar^e deutsch. Ueb. II. 354.

3 Phil. Trans. i8o5. p. 198. Phil. Mag. XVI. 256. Gehlen N. J.III. 3g4.

4 Nach neueren Untersuchungen ist die Milchsäure keine eigeuthiim-liche Säure, sondern eine wenig verunreinigte Essigsäure.

5 L. Gmelin Chemie II. 1628.

I. Bd.

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