Flüssigkeiten desselben.
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3 ) Die Glasfeuchtigkeit , der Glaskörper (humor vitrcus,corpus vitreum, liumeur vitr^e) nimmt den gröfsten Tlieildes Auges, den mittleren und hinteren ein, und ist ineine eigene zarte und durchsichtige Haut, die Glashaut(tunica vitrea, hyaloidea) eingeschlossen. Die letzterebildet viele Zellen, worin die Feuchtigkeit enthalten ist.Zweige der arteria centralis retinae treten von hinten inden Glaskörper, verbreiten sieh in der Glashant, und ausdiesen wird die Glasfeuchtigkeit abgesondert. Demoubs 1 *war der erste, welcher die Zellen und ihre Verbindungmit einander naehwics. Der vordere Tlieil der hyaloideatrennt sich in zwei Lamellen, deren eine als feines Häut-chen (membrana coronae ciliaris Zinnii) zwischen deinStrahlcnkörpcr und der gläsernen Feuchtigkeit bis an dieKrystalllinse fortgeht, und sich in deren Kapsel einfügt.Dieses Häutchen ist von starken Fibern durchschnitten,welche kürzer sind, als dasselbe. Der dreieckige Raum,welcher dieses Häutchen, die fortgehende gläserne Feuch-tigkeit und ein Thcil der Vorderfläche der Krystalllinsezwischen sich lassen, heifst der Petitsche Canal (cana-lis I’etitii), dessen Bestimmung noch unbekannt ist.
Die Glasfeuchtigkeit ist vollkommen durchsichtig undfarbenlos, eiweifsartig consistcnt, nach Wintbinoham avom spec. Gew. 1,0024 , nach Ciienevix 3 4 = 1,0053, undbesteht nach Berzei.ius 4 aus 98,40 Wasser: 0,16 Eiweifs-stoIT; 1,4 2 salzsauern und milchsauern (essigsauern) Salzen j0,02 Natron und einer im Wasser auflöslichen Materie 5 .
Obgleich Form und Gröfsc des Auges und seiner Theilenicht bei allen Individuen ganz gleich sind, so machen dochdie Abweichungen bei normaler Bildung keinen sehr bedeu-
1 Mem. de l’Ac. 1741 . 60 .
a Haller Eiern. Phys. V. 3g5.
3 Phil. Trans. i8o3. p, 196 . PIiiL Mag. XVI. a5C. Bibi. Erit,XXII. 345.
4 a. a. O.
5 Noch -weitere Untersuchungen über spec. Gew. und chemischeIlestandtlicilc der Feuchtigkeiten des Auges von Nicolas findet mau inAnu. de Chiin. L11I. 007 . Vergl. Schweig. N. J. V. 6 G 8 .