Band 
Erster Band. A und B.
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Ausdehnung

schenraum liefsen. RS ist ein aus Ziegelsteinen erbauterOfen zum Erwärmen des Wassers in der Wanne GIJ; o o'ist ein Fernrohr, 6 F; lang und im Schwerpuncte so genaumit einem sehr geringen Uebcrgewichte in o' balancirt, dafsder leiseste Druck des Hebels L' hinreicht, dasselbe zu be-wegen, Ein getlifciltcr Mafsstab in einem Abstande von 100Toisen gab 744 fache Vcrgröfserung der gemessenen Aus-dehnung, w cd che zwar durch eine Entfernung desselben auf200 Toisen hätte verdoppelt werden können, aber mit Auf-opferung der Deutlichkeit. Die zu messenden Stangen wur-den an gläsernen Trägern f g unten mit Rollen g g versehenso aufgehangen, dafs die leichte Beweglichkeit der Rollenihrer Ausdehnung und Zusammenziehung kein mefsbaresIlindernifs entgegensetzte. Ein mit den Trägern MM' durcheine starke eiserne Querstange T T fest verbundener gläser-ner Stab F F diente dem zu messenden Stabe B B an dem ei-nen Ende zum festen Stützpuncte, wahrend das andere miteinem ähnlichen gläsernen Stabe CL in unmittelbarer Be-rührung war. Letzterer wurde durch die, in ihren Char-nieren leicht bewegliche Stange DE getragen, welche beider Verlängerung der Stange BB' den Hebel L y , und somitdas Fernrohr hob. Die Kenntnifs der Länge der Hebelarmeund der Entfernung der getheilten Scale giebt die Mittel zurBerechnung der Ausdehnung. Um jede Verrückung zu ver-meiden, wurden endlich die Stangen BB an die gläsernenStäbe FF und CL vermittelst eines feinen Kupferdrahtesfestgebunden. Die Heizung des Ofens B S wurde bald zubeschwerlich und zu mühsam befunden, und daher vorge-zogen, aus einem benachbarten Kessel die Wanne GII mitWasser von verschiedenen Temperaturen zu füllen. Allevermittelst dieses Apparates untersuchten Körper kamennach der Erhitzung und Abkühlung genau wieder auf ihrevorige Länge zurück, und ihre Ausdehnung war den Gra-den des Quecksilberthermomcters direct proportional. Hier-von machte der gehärtete Stahl eine Ausnahme, welcher siehauch nach Smeaton und BEiixnoun stärker ausdehnt, als un-gehärteter, und wenn er in kaltem Wasser gehärtet ist, soverliert er wahrscheinlich bei einer Temperatur von 65° R-seine Härtung, und nimmt dann die geringere Ausdehnung