Band 
Erster Band. A und B.
Seite
573
JPEG-Download
 

fest e v Körper.

573

eliung ihres Ganges die Behauptung directo zu prüfen. Wirk-lich that Horner dieses ; allein weil die Thermometer zufäl-lig verunglückten, wählte er die pyrometrische Prüfung, umso mehr, als bei allen früheren nie dünnes Glas genommenwar, und gelegentlich auch die übrigen verschiedenen An-gaben über die Ausdehnung der festen Körper abermals ge-prüft werden kennten. Der einfache hierzu gebrauchte Ap-parat war auf folgende Weise construirt. FF' ist ein Flin-Fig.tcnlanf von 10,5 Z. Länge, welcher an dem eisernen Pfo-97.sten O durch die Klammer rs festgelialtcn wird. Der Pfo-undsten ü ist auf ein starkes Brett geschraubt, und trägt dasFig.Pj’roinetcr unabhängig von den Trögen M M'; N N', die 98*durch dünne eiserne Biigcl unterstützt sind. Von der Nor-malstaiige F F' aus gehen winkclrccht die Arme C, D und11. Am ersteren ist das Stück G befestigt, welches dis* zuprüfende Stange AB zwischen zwei Spitzen einklcmmt, undihren Anfangspunct bestimmt. Von D geht ein Träger inFig.Gestalt eines Steigbügels herunter, bestimmt, die Stange an 99.ihrem andern Ende zu unterstützen. Der dritte Arm Eenthält das Mikrometer. Die Mikrometerschraube KK', vonRepsold in Hamburg verfertigt, und 128 Gänge auf 1 Z.haltend, geht durch eine, zwischen zwei Spitzen beweg-Fig.liehe Axe mn. Am Ende der zu prüfenden Stange ist mit 100.3 Schrauben das aufrechte Stück H befestigt, welches einkurzes massives Stück Glas I trägt, um die Schraube von derHitze des Wassers entfernt zu halten. An der etwas breitenund plangescliliflenen Vorderfläche des Glasstückes I kannvermittelst des Fadens P die Spitze der Mikrometerschraubeum die Axe mn gedrehet vorbeigeführt werden. Die Ela-sticität der Theile, gestattet ein Anstreifen, selbst wenn dieSchraube etwas zu weit vorgeschraubt ist Ob aber dasMinimum der Berührung, oder gar keine statt findet, wirddurch den eben noch hörbaren Ton des Wetzens der Schraubeam Glase erkannt, weswegen aber zur Beobachtung gänz-liche Stille erfordert wird, so dafs sie zwischen 6 3° R. unddem Siedepuncte des Wassers wegen des Brausens unstatt-haft sind. Der Trog JIM' bleibt fortwährend mit zersto-fseneni Eise oder Schnee gefüllt, von welchem ein Theildurch die Wärmeleitung der Arme C und D allmälig