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Ausdohuuug
eino Glasröhre mit diesem Metalle, entfernten Luft UndFeuchtigkeit durch Auskochen desselben, erhitzten den hei0° ganz gefüllten, in ein feines Haarröhrchen endigendenApparat bis nahe an den Sicdepunct des Quecksilbers, undbestimmten aus der Menge des auslaufenden Metalles bei derbekannten Ausdehnung dieses letzteren die unbekannte desGlases. Auf diese Weise fanden sie die Längen - Ausdeh-nung des Glases für 1° C. für die Temperatur von 0°—1 0 0°= 0,000008613; von 100°— 200° = 0,000009839 ;von 200° — 300° = 0,000010857. Die Beobachtungensind nicht zahlreich genug, um einen allgemeinen Ausdruckfür die Ausdehnung dieses Körpers zu finden. Ob die Aus-dehnung des Glases sich mit der Zeit ändere, wie Crichton 1behauptet, aber nicht wahrscheinlich ist , verdiente näheruntersucht zu werden. Durch ein ähnliches Verfahren, in-dem sie nämlich Stangen in ein Gefäfs mit Quecksilber setz-ten , fanden sie die Ausdehnung für 1 0 C.
des Eisens von 0°— 100° = 0,000012666 bei 300°= 0,000015735
des Kupfers von 0° —100° =0,000018411 bei 300°= 0,000020180
des Platin von 0° — 100° = 0,000009474 bei 300°= 0,000009839
welche Gröfsen die von Lavoisier und Laplace gefundenensämmtlich um eine Kleinigkeit über treffen. Ueber die Aus-dehnung der Metalle in nocli höheren Graden haben wir fastgar keine Versuche, was aus der Schwierigkeit derselbenleicht erklärlich ist. Indefs will Rinjiann 1 für die Tem-peraturdifferenz von 0°C. bis zur Weifsglühhitze die Aus-dehnung bei Stahl = 0,0285650; bei Schmiedeisen= 0,012 5000; bei Gufseisen = 0,0214250 gefunden ha-ben. Zu allen liier mitgetheilten, in der unten angehängtenTabelle zusammengestellten Gröfsen der Ausdehnung derverschiedenen festen Körper läfst sich noch hiuzusetzcu,dafs das Palladium nach Woi,i.aston * 3 sich zwischen den fe-
l Atm. of Phil. i8a4. Apr. p. a44.
3 Thomson System d. Chem. übers, r. Wolf. Berl. i8o5. I. 454.S Thomson Systeme de Cliim. I, 84.