Band 
Erster Band. A und B.
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Ausdehnung

d. Ii. elften Uebcrgang von tropfbarer Flüssigkeit zur Expan-sion erleiden. Zu den Untersuchungen der Gesetze ihrerAusdehnung hat man verschiedene Apparate gebraucht, um!mehrere Verfahrungsarten angewandt, deren wesentlichstehier kurz zu beschreiben um so weniger überflüssig seynmöchto, als noch weitere genaue Versuche in diesem Gebietesehr wünschenswert!! sind. In der Hauptsache sind indefsalle hierzu geeignete Apparate den Thermometern ähnlich,und bestehen aus einem weiteren Gefäfse mit einer engenRöhre, in welcher letzteren die Gröfso der Ausdehnung derganzen Menge der Flüssigkeit durch die Verlängerung deseingeschlosscnen Cylinders gemessen wird. ■ Hiernach kommtüs also vorzüglich darauf an,’ das Vcrhältnifs des Inhalts derRöhre zum Gesammtiohalte des ganzen Apparates genau zubestimmen.

a. Mühsam, und keineswegs vollkommen- sicher ist einehemals häufig angewandtes Verfahren, nämlich mit einemkleinen gläsernen Becher gleicho Quantitäten Quecksilber zuschöpfen, hiermit das zum Messen bestimmte Gefäfs nebst derRöhre zu füllen, die hierzu'erforderlicheMenge zu zählen, undden Raum, welchen ein einzelner Becher voll Quecksilber inder Röliro cinnimmt, außerhalb zu bezeichnen, um hiernachdas Verhältnis der Länge eines Cylinders der Flüssigkeit inder Röhro zum Inhalte des ganzen Apparates zu kennen 1 2 .

b. Bei weitem das leichteste und sicherste Verfahren istfolgendes. Man nehme eine genau oalibrirte Glasröhre *,blase au dieselbe eine der Weite der letzteren proportionaleKugel, tarire den Apparat, füllo ihn mit-reinem und trock-nem Quecksilber bis etwas in die Röhre, koche dieses beidem Erfordernisse einer sehr grofsen Genauigkeit über Koh-len etwas aus, uhi anklebende Luft und Feuchtigkeit zuentfernen, wiege aufs Neue, um die Quantität des hinein-gegossenen Quecksilbers genau zu wissen, bezeichne denPunct, welchen cs in der Röhro erreicht, als Normalpunct,mit 0, wiege ein Zehntel dieser Quantität genau ab, füllodieses mit sorgfältiger Herstellung der anfänglichen Normal-temperatur und Wcgschaflung der etwa anklebenden Lult-

1 Biot Traite I. 5 l.

2 Ueber d. Methoden d. Calibrirens \ s. Thermometer •