Band 
Erster Band. A und B.
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657
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Automa t.

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Ebf.rt * hielten sic fiir ein rein mechanisches Kunstwerk, indemdie Züge des Gegners, wahrscheinlich durch magnetische Stäbeden Mechanismus bewegend, den hierfür nach den Regelndes Spieles gehörigen, schon in Voraus berechneten, undsomit auch bestimmten Gegenzug veranlassen sollten. Einvorzüglicher Beweisgrund hierfür wurde darin gefunden,clafs man zugleich behauptete, die Maschine verlöre nie einSpiel, welches sich indefs später nicht bestätigte. Alleinabgesehen davon , dafs es kaum begreiflich ist, wie sich alledenkbaren Züge und die dazn gehörigen Gegenzüge desSchachspiels berechnen lassen sollten, auch angenommen,dafs die Zahl aller rcgelgemäfsen Spiele nicht iibcrmäfsiggrofs sey; 'so ist doch die Menge der willkührlichcn und re-gelwidrigen, welche erweislich gleichfalls vorgekommensind, kaum zu berechnen, und das Zurückziehen falscherZüge des Gegners mit dieser Theorie durchaus unvereinbar.Viele andere dagegen, namentlich Luchtenberg 2 , BorcK-mann 1 2 3 , Nicolai 4 , Dechemcs 5 6 u. a. vorzüglich aber v. Räck-nitz 6 behaupteten daher, cs müsse ein Knabe in der Ma-schine verborgen scyn, indem sic zugleich die Möglichkeitnachwiesen, wie dieses bewerkstelligt werde. Herr v. Kem-pelen hat diesen Vorwurf nie eigentlich und vollständig wi-derlegt oder demselben nur ernstlich widersprochen, unddie definitive Beantwortung der Streitfrage blieb aus, alsdie Aufmerksamkeit auf die Maschine mit der Entfernungderselben aus dem Publicum verschwand. Auch Colllnson,welcher früher in London dieses Kunstwerk sehr bewunderthatte, hörte nichts von demselben, als er den Erfinder spä-ter in Wien sprach, und glaubt, dieses Stillschweigen sey

1 Nachricht Vpn dem berühmten Schachspieler und der Spracbma-schine dc6 H. v. Kenipelen 1785.

2 Lichtenb. Mag. III. St. 2. p. iS 3 .

3 Posselts wisse nscliafd. Magazin 1785, I. 7 a>

4 Reisen VI. 420,

5 Magie blanche,

6 Ueber den Schachspieler des H. v. Kempelen und dessen Nach-bildung. Leipz. 1789. 8. mit 7 Kupfertafeln. Das nämliche wird behaup-tet und durch Figuren erläutert in: An Attempt to analyse the AutomalonofM. Kempelen cet. Lond. 1821. 8.

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