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Automat.
Folge der richtigen Erläuterung des Ganzen durch Freiherrn v. Räcknitz, welche auch er vollkommen genügend fand*.Uehrigens soll der Erfinder seihst zugestanden liahen, eingrofser Theil des Wunderbaren beruhe auf der Geschicklich-keit, womit er die Zuschauer zu täuschen gewufst habe * 3 ,und es war dieses so viel leichter möglich, weil gleich an-fangs das allgemein verbreitete Vorurtheil, als wirke die Ma-schine durch magnetische Kräfte, die Sache unter einen be-kannten Namen brachte, dadurch aber in gröfseres Dunkelhüllte, und die genauere Beobachtung und Enthüllung derTäuschungsmittcl erschwerte. Der stärkste genäherte Mag-net hatte beiläufig auf die Maschine gar keinen Einflufs.
Der Schachspieler, welchen jüngsthin der UhrmacherAeoys Bayer aus Neuburg an der Donau zeigte, ist einePuppe, 4 F. hoch, und auf einem Tabonret so sitzend, dafsdie Enden der in den Körper zur Hcrvorbringung der Be-wegung des Kopfes und rechten Armes gehenden Stangensich beim Wegnehmen des Automaten aus den Vorderfüfsendes Tabourettes ziehen , dessen Deckel durch eine Springfe-der im Momente desHcrausziehens vorwärts geschoben wird,und somit alle Verbindung dem Auge des Beobachters ver-schliefst. Die Stangen des Automaten stehen übrigens mitandern sehr einfachen Hebeln in Verbindung, welche untereinem Pulpct des Tabourets hinlaufen, und von dem Er-finder in einem Nebenzimmer regiert werden, während der-selbe durch einige feine Risse das Schachbret beobachtet, unddie nöthigen Züge dadurch bewerkstelligt, dafs er durch dieverborgenen Hebel den Arm des Automaten hebt, nach deinerforderlichen Schachsteine hinbewegt, durch Oelfuen desDaumens diesen ergreifen und wegnehmeu, oder an die ge-hörige Stelle setzen läfst.
Ein gewisser Maliardet zeigte vor einigen Jahren inLondon verschiedene Automaten , unter denen vielleicht ei-nige der von Le Droz verfertigter seyn mochten: einen sin-genden Vogel; einen jungen Mann, welcher schrieb, Linienzog und Zeichnungen machte; einen künstlichen Seiltänzer - ,
1 Hutton Dict. 1 . ig4.
3 Getier I. 325. MuniucU Hist. d. M. III. 3ia.