Band 
Erster Band. A und B.
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Ballistik.

Genauer waren die durch Bourne , wahrscheinlich mit einemkleinen Geschütze angestellten Versuche, wobei die Eleva-tionen nicht nach Functen des Artillerie-Quadranten (= 7 °, 5 )sondern nach Graden gemessen wurden. Er nahm den so-genannten Kernschufs (Visirschufs) als Einheit an, und er-hielt dann die den folgenden Elevationswinkeln zugehörigenKernscliufsweiten

Elcv.

Weiten

Elev.

Weiten

0

— 1

15

— H

5

— 2*

20

— 4 *

10

— 3- 3 -

42

— 5,5

Die letzte Elevation gab nur im Mittel die gröfste Weife beiruhiger Luft; dagegen wechselte beim Winde der Winkel,welcher die gröfste Weite gab, zwischen 36° und 4 5°*.Schon 1611 stellte Eldred, Büchsenmeister in Dover -Castle,Versuche an, setzte sie später fort, und beschrieb sie 164G a .Sic wurden mit Stücken von verschiedenem Caliber sehr sorg-fältig angestellt, liegen aber alle innerhalb der Elevations-winkel bis 1 0°. Gaulei hatte zwar in seinen Discorsi schondarauf aufmerksam gemacht, dafs die Bahn der Kugel nurinsofern eine Parabel seyn könne, als der Widerstand derLuft dieselbe nicht modificirc. Man übersah aber diese An-deutung ganz, und wandte die parabolische Theorie voll-ständig auf die Ballistik an, in der Voraussetzung, dafs dieLuft als ein so dünnes Medium auf so dichte und schwereKörper, als eiserne Kngeln sind, keinen Einflufs habenkönne. Nach diesem Vorurtheile sind selbst die Versucheniodificirt, welche Robert Anderson anstellte und'ncbst derTheorie bekannt machte i * 3 4 , auch bemühet sich Blondel 4 dieparabolische Theorie gegen die Einwürfe zu vertheidigen,welche man aus dein Widerstande der Luft liernahm. Hierinfolgte ihm aufser andern auch Halley 5 . Anderson konnteindefs die Resultate seiner Versuche bei geringen undgrofsen

i Art of Shooting in great Ordnauacc. iC45.

3 Tbc Gunneis Glass. i6»6.

3 Genuine Use andEßects of the Gunne. i6y4. To hit a Mark. 1690.

4 L’Art de jetter les bombes Par. l683.

5 Pbil. Tr, N. 216. p. 68.