Band 
Erster Band. A und B.
Seite
772
JPEG-Download
 

772

Barometer.

des doppelten Barometers seyn. Eine nicht zweckmäßigeAbänderung dieses Barometers, welche Rownino 1 vorge-schlagen hat, verdient blofs beiläufig erwähnt zu werden.Fig. Hiernach ist die Röhre G E mit der leichteren Flüssigkeit,137 . wozu er Wasser vorschlägt, nicht aufwärts stehend, son-dern herabgebogen. Man sicht aber bald, dafs hierdurch dieLänge des Werkzeuges uunöthig vergrößert wird, und aufscr-dem entsteht der Nachtheil, dafs sehr leicht etwas von derleichteren Flüssigkeit hängen bleibt und herabfliefst.

Von IIooke 3 ist auch das nach ihm benannte Radba-

Fig.rometer (wheel barometer, barometrum cyclicum)

1 38-beschrieben, welches mau noch jetzt häufig, und nicht sel-ten mit bedeutendem Luxus ausgeführt findet. Am zweck-mäfsigsten wird dasselbe so construirt, wie das eben beschrie-bene Doppelbarometer, nämlich aus zwei weiteren Cylin-dern durch eine gewöhnliche Barometerröhre verbunden. Aufdem Quecksilber im Cylindcr des kürzeren Schenkels schwimmtein elfcnbeinenes, steinernes oder eisernes Gewicht mit ei-nem Faden, welcher um eine Welle des Zeigers geschlun-gen , und durch ein Gegengewicht balancirt ist. So wie dasBarometer steigt oder fällt, sinkt das auf ihm schwimmendeGewicht, und treibt durch den Faden vermittelst der Welleden Zeiger herum, welcher die Zolle und Linien auf einemZifTerblatte anzeigt. Gewöhnlich läfst man das ganze Werk-zeug in die Wand ein, so dafs blofs das Zifferblatt mit demZeiger sichtbar ist. Der Apparat ist empfindlich genug, kanuindefs blofs nach einem richtigen Barometer empirisch regu-lirt werden, und ist rücksichtlich des Fadens und des Ge-wehtes, wenn es nicht von Eisen ist, dem Einflüsse derFeuchtigkeit, wenn letzteres von Eisen ist, dem Rosten un-terworfen. Aufserdem mufs der Zeiger genau balancirtseyn, damit sein eigenes Gewicht in verschiedenen Stellun-gen ohne Einflufs bleibt, so wie endlich auch die Reibungseiner Zapfen möglichst geringe seyn mufs. Dafs IIooxeam Ende des längeren Schenkels eine Kugel anbrachte, warganz ohne Nutzen, und ist von dem späteren Verbesserer des

1 Phil. Trans. N. 427.

2 Micrographia. Tab. XXXVII. Fig. 4 . Phil. Tr. I. 218.