Band 
Erster Band. A und B.
Seite
887
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Verfertigung.

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enger als das Gefäfs, stets mit Luft an gefüllt ist, und dahereine stärkere Capillardeprcssion hat, als der längere Schenkel,so kann die Quecksilbersäule hierin leicht etwas länger scyn,und bei sehr genauen correspondircndcn Beobachtungen istcs daher räthlich, anzumerken, ob dieselben mit Ilebcrbaro-metem oder Gefäfsbarometern angestellt werden sollen. Sindaber beide Barometer vollkommen genau gearbeitet, sucht maubeim IJeberbarometer den kürzeren Schenkel durch öfteresAuswischen möglichst rein zu erhalten und wird dasQueck-silber imGefälse gegen Beschmutzung gesichert, welche leichtdurch etwas Feuchtigkeit, oder nach Cay-Liissae' aus et-was durch Fett gedämpftem Quecksilber besteht, so wirdnicht leicht eine Differenz zwischen beiden statt linden.

Einer der wesentlichsten Thcile des Barometers ist dieScale. Nach dem gleich im Anfänge angegebenen Wesendes Barometers, wonach es aus einer, durch den Luftdruckin die Höhe gehobenen Quecksilbersäule bestellt, kann das-selbe kein Individuum scyn 1 2 3 , sobald sich in der Röhre nichtsals reines Quecksilber befindet, da reines Quecksilber undgleicher Luftdruck als gleiche Bedingungen des Barometer-standes auch gleiche Wirkungen erzeugen müssen. Selbsteine geringe, ohne genauere Prüfung nicht wahrnehmbareVerunreinigung des Quecksilbers kann keine merkliche Dif-ferenzen erzeugen, weswegen bei zwcckmäfsig eingerich-teten Barometern die gemeine Voraussetzung eines richti-gem oder unrichtigem Cangcs auch durchaus unstatthaft ist.Indem aber dennoch verschiedene Barometer zuweilen einegröfsere Diflcrenz zeigen, als aus der Capillardeprcssionfolgt, so liegt die Ursache hiervon in der Regel an einem,bei der Theilung der Scale benutzten unrichtigen Mafsstabe.*

1 Aun. de Cliim. et de Ph. I. n4*

2 Benzenberg Bei G. XXXVI. 545.

3 Ehemals dilferirten verschiedene Barometer oft bedeutend. La-»IAnde klagt hierüber Corm, des Temps. au VI. iudem das voii de LÜ.Cnach Paris gebrachte Barometer i| Lin. höher stand, als Messier’s. Ben-zenbekg verglich i5 Barometer von Frankfurt bis in die Schweitz , undland keine gröfsere Diirerenz als o,o3 bis o,o4 p. Z. und bei eigentlichguten Barometern mufs der Unterschied noch weit geringer seyn. G.XXXVI, 35». Ein von mir verglichenes Fortin'sches Barometer und einHebcrbarometer von Eoos gab für letzteres eine Differenz vonH- o,r >2 Ein