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B u r o ni o t e r.
aber nicht so, dafs sie sich auf die Dauer erhielt, vielmehrbekamen die Barometer nach einigen Stunden die gewöhnli-che Convexität wieder. Dafs wohl auf kurze Zeit eine durchdie Concavität der Oberfläche des Quecksilbers kenntlicheCapillarattraction statt finden könne, ist um so weniger zubezweifeln, als das Quecksilber unmittelbar nach dem Aus-koclicn an der Röhre festhängt, allein sobald cs einmal ge-trennt ist, gehört der Fall unter die höchst seltenen, indemsicher bis jetzt noch nicht viele Barometer mit ebenerQueck-silberlläche existireu. Uebrigens ist es eine wichtige Auf-gabe fiir die Künstler, dahin zu streben, dafs durch ein nachoben ungegebener Methode vollständiges Auskochen der Ba-rometer die Capillardeprcssion völlig aufgehoben werde.
Der Einflufs der Cnpillardepressiou würde bei Ilcberlia-rometevn Wegfällen, wenn man sie in beiden Schenkeln gleichunnehmen könnte. Dieses ist indefs nicht wohl möglich,weil der eine luftleer ist, der andere aber mit der äufsernLuft in Verbindung steht, und mau wird daher bei gutenBarometern auch allezeit einen Unterschied der Convexitätbeider Flächen wahruchmen. Im Allgemeinen ist es bei gu-ten Barometern genügend, den Stand derselben nach demhöchsten Punctc der gewölbten Fläche, oder nach der Tan-gente an diesen zu messen, dieses bei beiden Schenkeln derllebcrbaromeier zu thun, und bei Gefäfsbaromctcrn die De-jmession des Quecksilbers im Gefäfse als verschwindend zuvernachlässigen. Eine Berechnung der Depression blofs alsFunction des Durchmessers der Röhren ist durchaus unzuläs-sig, weil die Beschaffenheit des Glases und insbesondere zu-gleich die Vollständigkeit des Ausgekochtseyns dabeigleichfalls in Betrachtung kommt. Indefs hat man wieder-holt die Stärke der Depression als Function der Durchmesserder Röhren berechnet. Cavjbndisii 1 fand bei
0,6 Z. Durchmesser dio Depression = 0,005 Z.
0,5 —■ — — == 0,007 Z.
0,4 — — — =0,015 Z.
LamAer hat nach seiner Theorie und mit Benutzung der
J Pliil. Trans. 1776.