Band 
Erster Band. A und B.
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Bauchredner.

nen pflegte, konnten blofs Kinderstimmen nachmachen, wel-ches dann auf ihre physikalischen Erklärungen des Phänomenseinigen Einflnfs hat. Ciiaiu.es , lind Comte , weit vollen-detere Künstler, brachten dagegen tiefere Stimmen hervor,und erster er erklärt das Ilervorbringen der Kinderstimmenfiir einen Beweis unvollkommener Kunstfertigkeit 1 . Nimmtinan aufser den oben angegebenen llülfsmitteln der Täu-schung alles dasjenige zusammen, was Gougii, vorzüglichAutenrieth und Gilbert nach den Aussagen Charles zurErklärung dieser Kunst aufgcstellt haben, so führt cs imWesentlichen zu folgendem Resultate. Die eigentlicheStimme des Bauchredners, womit er ungekünstelt redet, wirdauf die gewöhnliche Weise in der Stimmritze durch die ausder Lunge ausgestofsene Luft hervorgebracht, durch Kehl-deckel, Gaumsegel, Zunge, Zähne, Lippen und Nasencanalniodilicirt, und erhält in ihrer Fortpflanzung eine auf dieDeutlichkeit des Wahrgenommenwerdens eiulliefsende Mo-dificntion durch den Fortgang des Luftstromes aus dem Mundodes Redenden, und durch die Resonanz , welche Mund undKopf desselben als feste, die Schallwellen von einer Seitebegrenzende Körper ihr geben. So sehr man nämlich auchgewohnt ist, die Schallwellen von dem Puncte ihres Entste-hens aus als mit gleicher Stärke sich nach allen Seiten ver-breitend zu betrachten, so ergiebt doch die allgemeine Er-fahrung, dafs man ganz anders hört, wenn der Redendo mitdem Gesichte, als wenn er mit dem Rücken gegen den Hö-renden gewandt ist. Man kann ferner nicht eigentlich be-haupten, dafs zur Hervorbringung der natürlichen Rede einbedeutender motus progressivus der Luft aus der Lunge noth-wendig erforderlich scy, und dem Sänger, wie.insbesonderedem Künstler auf einem Blaseinstrumente ist oft die Exspi-ration der überflüssigen Luft ein gleich grofses Bedürfnifs,als die Inspiration neuer sauerstofl’gashaltiger. Allein weildie Exspiration während dem Reden au sich, und durch diedadurch verbreitete Inspiration allerdings eine Erleichterunggewährt, so gewöhnt sich der Mensch allmälig daran, seinSprechen mit einem nicht unbedeutenden Fortstofscn der Luft

5 G. XXXVIII. nö.