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Bewegung.
allein im Woge steht, dafs dieser Beisatz eigentlich schonim Begriffe der Veränderung enthalten ist, eine Definitionaber so kurz wie möglich seyn nnifs.
6. Aus dem eben Gesagten, nml somit aus dem Bcgriftc derBewegung überhaupt, folgt nothwendig, dafs sie einegewisse Zeit erfordern und nicht instautar seyn könne,eben weil jede Bewegung etwas Succcssivcs ist, und derBegriff des Successiven den der Zeit nothwendig ein-schliefst. So wie aber der Baum vom gröfsten bis zumkleinsten abnehmen kann, eben so ist dieses auch mit derZeit, beide können ferner so grofs und so klein werden,dafs sie kein Gegenstand der wirklichen Messung mehrsind, und zwar auch in der Art, dafs für eine gegebenemefsbare Zeit der durchlaufene Raum , und für einen gege-benen mefsbaren Raum die erforderliche Zeit den Mit-teln der Messung entschwindet, wie z. B. der Weg, wel-chen der allerdings bewegte Stundenzeiger einer Uhr bin-nen einer Secunde zuriicklegt, mindestens ohne künstlicheMittel nicht gemessen werden kann, noch auch die Zeit,binnen welcher das Licht irdische Bäume durchläuft.Die Geometrie giebt indefs Ausdrücke sowohl für diegröfsten als auch für die kleinsten Zeiten und Räume, solange beide noch endliche Gröfsen sind; werden sie aberunendlich, entweder grofs oder klein, so hören sie überallauf Gegenstände der Messung, der Bestimmung oder derVergleichung zu werden. Hiernach läfst sich leicht derbekannte Trugschlufs des alten Sophisten Zeno von Ei.ea.wiederlegen, welcher beweisen wollte, Achilles und eineSchildkröte liefen gleich schnell, weil beide in einem un-endlich kleinen Theilchen der Zeit ein unendlich kleinesTlieilchen des Raumes zuriicklcgten *. Der Irrthum hier-von liegt darin, dafs unendlich kleine Tlieilchen zu-gleich ein Verhältnifs der Zahl (bei beiden Geschwindig-keiten gleichviel) gegeben w r ird. So lange nämlich beibeiden genannten Bewegungen der Raum und die Zeit(dem blofsen Begriffe nach) in unendlich kleine Thcile ge-
l Aristot. Phys. VI. 9. vergl. Tb.nnemann Geschichte tl, Philoso-phie L 199.