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B lit zableiter
vielmehr mufs alles dem Blitzstrahle seihst und seiner un-vollkommenen Leitung zugeschrieben werden. Höchstenshat man in solchen Fällen kleine überspringende Fünkchengesehen, auf die wir in der Rubrik des Rückschlags im vori-gen Artikel hingewiesen haben.
V. La Postolle’s Strohseilableiter.
Ein Windbeutel und Ignorant zugleich, der Apothekerdes Königs von Frankreich , La Postolue 1 erdreistete sich,alle Physiker der Unwissenheit zu beschuldigen, dafs sie dieMetalle als vorzügliche Leiter der Elektricität bisher angese-hen hatten, und greift zugleich die bisherige Blitzableitungs-kunst, die auf diesem Grundsätze beruht, an, wogegen er dioWelt mit der Entdeckung eines ganz neuen, höchst einfachenundjwohlfeilen Blitzableiters, nämlich der Strohseile, dieRim zufolge die allertrefflichsten Leiter der Elektricität seyusollen, beschenkt. La Postolle läfst es nicht an Versuchenfehlen, um seine vermeintliche Entdeckung zu begründen.So erzählt er 1 A. dafs ein dem elektrisirten ersten Leiter ei-ner Elektrisirmaschine genäherter Finger einen Funken er-halte; B. dafs, als er sich (eines Stückes Metall oder einesSchlüssels bediente, die er in der Hand hatte, die Elektri-cität gleichfalls in Form eines Funkens übergegangen sey.Da nun ein vollkommener Leiter nur derjenige sey, der dieelektrische Flüssigkeit aufnimmt, und zu einem andern, dergleichfalls ein Leiter ist, fortleitet, ohne dafs sich hierbeiirgend eine Lichterscheinung oder ein Geräusch zeige, sofolge hieraus, dafs der Schlüssel kein guter Leiter sey. Ei-nen fernem Beweis von dem unvollkommenen Leitungsver-mögen der Metalle ilndet La Postoele in den Lichterschei-nungen, die man an den Spitzen der gewöhnlichen Blitzab-leiter sieht, wenn Gewitter über sie wegziehen. EinegrofseAnzahl von Versuchen haben ihm ^bewiesen, dafs Seile vonLindenbast, aus Hanf, vorzüglich aber aus Stroh, wenn sievollkommen trocken sind, dem Blitze zur leichtesten undsichersten Ableitung dienten. An einem mit einer Spitze