Blut.
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Fl iissigkcit mul ans darin schwimmenden Kügelchen, derenDurchmesser heim Menschen - 3-^7 his T-fcy Millimetre be-trägt. Diese Kügelchen bestehen nach neueren Untersu-chungen aus einem farblosen durchsichtigen Kern und einerrothen Hülle. Tritt das Blut aus dem Tliiere oder stirbtdieses, so folgen diese Kügelchen (wahrscheinlich weil ihreLebenskraft aufhört) den Anzichungsgesetzen der todten Na-tur; vermöge der Cohäsion tritt der den Kern der einzelnenKügelchen bildenten FaserstolT in eine gemeinschaftliche Ver-bindung und bildet, wenn das Blut nicht geschüttelt wird,eine geronnene, netzartige Masse, in deren Zwischenräu-men sowohl die rothen Hüllen als auch die Flüssigkeit ent-halten sind. Dieses ist die Gerinnung des Blutes, welchebei jeder Temperatur und auch bei abgehaltener Luft erfolgt,und mit keiner Wärmeentwickelung verbunden ist. Aus dergeronnenen Masse sondert sich allmählig ein Theil der ein-geschlossen gewesenen Flüssigkeit als Blutwasser oderSerum ab, während die übrige Masse, aus allem Faser-stoff und rotliem Stoff und einem Thcile des Blutwassers be-stehend, den Blulkuchen oder die Placenta darstellt.Durch längeres Auswaschen mit kaltem Wasser kann mandem Blutkuchen letztere zwei Stoffe entziehen, welche sichdarin lösen, und der Faserstoff bleibt rein zurück. Wirddas Blut während des Gerinnens geschlagen, so löst sich dierothe Hülle vollständiger vom Faserstoff. Dieser begiebt sichohne soviel Farbstoff und Serum einzuschliefsen, zu rothweis-sen Fasern zusammen, welche sich durch Auswaschen leich-ter reinigen lassen. Dem zufolge besteht das Blut 1 . ausFaserstoff, einer dem geronnenen Eiweifsstoffe sehr ähn-lichen Materie, welche den innern Theil der Blutkügelehcnbildet, 2 .aus dem jartenden Princip, Blutroth, Cruor,welcher die Hülle der Blutkügelehcn bildet und sehr reichan Eisen ist und 3. aus Blutwasser oder Serum, einerAuflösung von Eiweilsstoff, Osmazom, speichelstoffartigcrMaterie, und verschiedenen Salzen in Wasser, welchenoft etwas Fett beigemischt ist. Das Serum gesteht beim Er-hitzen vermöge seines Eivveifsstoffes zu einer dem geronne-nen Eiwcifs ähnlichen Masse, aus der ein wenig wässrig«*Flüssigkeit , die serositus , ausschwitzt, Q.